Chancen und Kritik

"Das "Internet of Things", "Digitalisierung" und neue Technologien bieten Chancen in vielfältigen Bereichen - so auch im Gesundheitswesen. Intelligente Produkte im Alltag dienen der Gesundheitsprävention und in Krankenhäusern können zum Beispiel Sicherheit, Logistik und Datenerfassung verbessert werden. Pflegebedürftige Personen können im eigenen Haushalt durch neue Innovationen unterstützt werden und Rettungskräfte können effizienter arbeiten. Doch wie leider so oft kommen Innovationen und Chancen auch in diesem Gebiet selten ohne Risiken und entsprechende Kritiker. Ein Einblick in eben diese Abwägungen soll hier gegeben werden.

Ein Quantensprung im Gesundheitswesen

Die Verbindung zwischen den digitalen Systemen des Rettungsdienstes und denen des Klinikums stellt einen Quantensprung für alle drei Seiten dar: für den Patienten, den Rettungsdienst und für das Klinikum! Die Daten, die wir dank NIDA in der Notaufnahme erhalten, sind zu hundert Prozent vollständig und elektronisch integriert, unnötige Ausdrucke entfallen. Die Abläufe werden für alle wesentlich beschleunigt.

Technische Innovationen erleichtern schon heute den Arbeitsalltag vieler Angestellter im Gesundheitswesen. Aber auch im häuslichen und logistischen Bereich rund um das Thema „Medizin“ bestehen viele Möglichkeiten zur Optimierung bestehender Systeme.

Wie das automatisierte Informationsboard NIDA dem Personal des Klinikum Forchheim die Arbeit erleichtert und welche Chancen es darüber hinaus im Bereich Medical IoT gibt, erfahren Sie in der Ausarbeitung des Moduls.

Die Zukunft der Medizin - Telemedizin

Der Begriff Telemedizin umfasst sehr viele verschiedene ärztliche Versorgungskonzepte. Die Verwendung von Gesundheits- und Medizin-Apps, aber auch Online-Videosprechstunden, sowie die Telezweitmeinung, Telemonitoring, tragbare Computersysteme oder auch Wearables genannt sind nur ein kleiner Teil der Telemedizin. Kurz gesagt versucht die Telemedizin durch Informations- und Kommunikationstechnologien die Medizindienstleistungen zu digitalisieren und zu verbessern. Beispielsweise sollen die Patienten schneller, ohne im Wartezimmer zu warten und von Zuhause von einem Arzt behandelt werden können. Natürlich hört sich das jetzt sehr schön an, aber es gibt auch Nachteile an der Telemedizin. Wie sieht es aus, wenn meine Internetverbindung nicht ausreichend ist? Wie sicher sind meine Daten? Ist die ärztliche Behandlung bei der Telemedizin genauso gut? Und die vielleicht wichtigste Frage: Wird es irgendwann nur noch Telemedizin geben und keinen räumlichen Besuch beim Arzt?

IOT, kommt die Ethik hinterher?

Die Entwicklung des Internets der Dinge schreitet rasend voran, doch wie weit darf es gehen, ohne eindeutige ethische Richtlinien zu bestimmen? Haben wir schon die Kontrolle verloren und werden sensible Daten zum Thema Gesundheit ohne unser Wissen von Riesenfirmen gehandelt und weiterverkauft oder bringt das IoT einfach nur immer mehr Upgrades von Quality of life ohne Gefahren? Diese Fragen gilt es zu beantworten und deshalb wird es Zeit, dass sich mehr Menschen mit der Ethik zum Thema IoT und KI befassen. Sowohl Menschen, die diese Technik nutzen als auch jene, die sie entwickeln und auf den Markt bringen.

Medical Health Score

In diesem Thema geht es darum, dass Handlungen und Aktionen Konsequenzen auf einen individuellen und virtuellen Punktestand haben können, welche wiederum weitreichende Folgende auf unser Leben haben können. Die grundsätzliche Idee ist es anhand des personalisierten Health Score personalisierte Behandlung zu ermöglichen.

Bisher führten Versicherungen und Banken einen ähnlichen Score, um Risiken und Ausfälle zu minimieren. Ein aktuelleres Beispiel ist in China, da dort eine Variante des Health Score etabliert wurde, um das Coronavirus einzudämmen. Bürger und Bürgerinnen dürfen bestimmte Stadtgebiete nur ab einem bestimmten Health Score betreten. Hinzu kommen andere Sicherheitsmaßnahmen wie Ordnungsbeamte, Kamera und Zahlungsüberwachung, um jeder Person ihre Punkte zu vergeben.

Ob die chinesische Regierung damit erfolgreich ist und ob dieses Vorgehen so überhaupt für andere Länder adaptierbar ist, können Sie in unserer Ausarbeitung erfahren.

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