Fotos: Pixabay I und Pixabay II

Erst militärisch dann zivil

Auch anders herum kann es gehen: Die Drohne ist eigentlich militärischen Ursprungs. Sie wurde zur verdeckten Beobachtung, Aufklärung und Spionage entwickelt und kann inzwischen auch mit Waffen ausgestattet werden (vgl. Novitzki et al. 2020: 83). Aber mittlerweile nehmen auch die zivilen Anwendungsfälle zu, so werden beispielsweise Foto- und Videoaufnahmen für den Privatgebrauch ermöglicht. Aber auch zum Einsatz in Lieferungssystemen wird geforscht, denn für dieses Einsatzgebiet ist die Drohnentechnik noch nicht ausgereift (vgl. Waykule 2020). Die weitere Forschung an Drohnen konfrontiert Forscher direkt mit dem Dual-Use Dilemma. Machen sie Fortschritte für den zivilen Gebrauch, so können diese meist auch eins zu eins auf den militärischen Einsatz übertragen werden. Genau deshalb bieten militärische Einrichtungen zivilen Forschungseinrichtungen sogar Partnerschaften und gemeinsame Forschungsprojekte an (vgl. Novitzki et al. 2020).