Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung


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Primärer Sektor

Chancen


Im Kontext des Smart Farming schreitet die Automatisierung in der Landwirtschaft kontinuierlich voran. Hierbei werden vernetzte und untereinander kommunizierende Sensoren eingesetzt, um einen genauen Überblick über die Situation des Landes zu erhalten. Mit diesen Informationen können automatisierte Systeme präzise und vollständig ohne Einfluss vom Landwirt arbeiten. So können beispielsweise Roboter zum Unkrautjäten oder Drohnen zum Pestizideinsatz angewendet werden. Der Landwirt wird somit in seiner Arbeit entlastet und kann seinen Fokus auf andere Bereiche legen. Außerdem kann durch automatisierte Systeme der Ressourcenaufwand verringert werden was eine gesteigerte Produktivität mit sich bringt. Mit dieser geht auch eine Ertragssteigerung einher.

Risiken


Das Smart Farming bietet nicht nur Chancen, sondern birgt auch einige Risiken. Derzeit stehen viele kleine Landwirte in Konkurrenz zu wenigen Großbetrieben. Moderne Technologien die im Rahmen des Smart Farmings in die Landwirtschaft Einzug halten sind kapitalintensiv und bevorzugen aufgrund von Skaleneffekten (Economies of Scale) große Unternehmensstrukturen. Dies verschärft die Wettbewerbssituation auf dem Markt und zwingt den Landwirt zusätzlich dazu sich höher zu qualifizieren. Dieses informationstechnische Wissen ist notwendig, um zum einen souverän mit den neuen Arbeitsgeräten umzugehen und zum anderen um sich und seine eigenen Daten zu schützen, damit diese in Verhandlungen nicht gegen einen eingesetzt werden.

Gesellschaftliche Auswirkungen


  • Hohe Kapitalintensität beschleunigt den Strukturwandel (Verdrängung kleiner Unternehmen)
  • Schnelle technologische Entwicklungen erfordern ein lebenslanges Lernen
  • Komplexe Systeme erfordern zunehmende höhere Qualifikationen
  • Bedeutungsverlust niedrig qualifizierter Tätigkeiten

Ansichten der Bevölkerung


  • Gefahr des Verlusts von Arbeitsplätzen (Maschine ersetzt Menschen)
  • Generationenkonflikt: Bedeutungsverlust von traditionellem Wissen
  • Angst die Hoheit über die eigenen Daten an Konzerne zu verlieren
  • Ökologische Verbesserungen: weniger Einsatz von Pestiziden und Düngemittel sowie verbessertes Tierwohl

Positionen aus der Informatik


  • Gefahr der Entstehung proprietärer Standards zur Maschinenkommunikation
  • Mögliche Entstehung von Monopolen wie z. B. im Smartphone-Markt.
  • Anlagen- und Betriebssicherheit: Nahrungsmittelproduktion ist systemrelevant (Schutz vor z. B. Hackerangriffen)

Aussichten


Das Smart Farming hat großes Potenzial und eröffnet eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Die Politik ist jedoch gefordert entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, damit weiterhin Wettbewerb im Markt möglich ist und es nicht zur Monopolbildung kommt. Außerdem sind Infrastrukturinvestitionen in ländlichen Teilen Deutschlands notwendig, damit nicht ganze Regionen abgehängt werden.

Sekundärer Sektor

Big Data


Big Data hat für die Industrie einen hohen Stellenwert. Mit dem Aufkommen des Internet of Things und anderen vernetzten Datenquellen, kam es zu einer Zunahme von Datenmengen, die von Unternehmen erfasst, verwaltet und analysiert werden. Auch im Bereich der Fertigung erhofft man sich aus den Daten große Erkenntnisse. So können Hersteller mit Hilfe von Big-Data-Analysen ihre Qualität und Produktleistung steigern und gleichzeitig Verschwendung minimieren. Das sind wichtige Erfolgsvoraussetzungen in den globalen,wettbewerbsintensiven Märkten von heute. Durch ein Analytics-basiertes Umfeld können immer mehr Hersteller Probleme schneller lösen und agilere Geschäftsentscheidungen treffen.

Arbeiten ohne Grenzen


Die neue, digitale Arbeitswelt verspricht den Arbeitnehmern Freiheit, Flexibilität, Zeitersparnis und eine starke Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. Stark verbreitet ist aber ebenso die Ansicht, dass die klaren Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit durch dieses neue Arbeitsmodell aufgehoben werden. Da die Hierarchien in den Unternehmen zunehmend flacher werden, liegt mehr Verantwortung bei den einzelnen Beschäftigten. Schafft man es nicht, klare Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit zu ziehen, droht psychische Überlastung. Konkurrenz- und Leistungsdruck verstärken diesen Effekt zusätzlich. Für die Arbeitgeber sind diese autonomen Köpfe meist ein Gewinn, bis Ausfälle folgen.

Cyber Security


Die Industrie 4.0 basiert auf einem sehr hohen Vernetzungsgrad entlang der Wertschöpfungskette. Heutzutage ist der Kreis der Cyberkriminellen kaum noch einzugrenzen und reicht vom Hacker, Wettbewerber, Lieferanten bis hin zum Kunden. Es geht vor allem um den Schutz von vertraulichen Informationen, Know-How, Mitarbeiter- und Kundendaten. Die Cybersecurity wird immer mehr von Spezialisten mit Expertenwissen ausgeübt.

IoT


Einer der wichtigsten Grundlagen der Industrie 4.0 ist das „Internet of Things.“ Unter dem IoT versteht man die Vernetzung von physischen Objekten aus der realen Welt mit einem System aus der virtuellen Welt. Jedes Gerät hat eine eigene Internetadresse und ist in der Lage, selber mit anderen Teilnehmern zu kommunizieren. Durch diese Interaktionen, können die Prozesse intelligenter und effizienter gestaltet werden.

Tertiärer Sektor

Chancen


  • Selbstzahlerkassen
  • erhöhte Vergleichbarkeit von Produktpreisen und -eigenschaften
  • Click&Collect
  • Cross, Multi oder Omnichannel Strategien
  • Offline Distribution mit digitalen Mehrwerten
  • Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für E-Commerce
  • Beratung vor Ort bei komplexen Produkten
  • Unterstützung der Verkäufer durch Tablets und Smartphones beim Verkaufsgespräch

Risiken


  • Erhöhter Preisdruck
  • Einsparungen Personal durch Kostendruck
  • Innenstadt sterben
  • Verschiebung der Nachfrage vom stationären zum digitalen Einzelhandel

Aussichten


Die Digitalisierung im Einzelhandel besteht aus mehreren dynamisch laufenden Prozessen und hängt maßgeblich vom Gut ab. In Zukunft wird es für den Verbraucher noch einfacher werden Produkte online zu erwerben. Die Verschiebung vom stationären Einzelhandel zum Online-Handel und die damit verbundenen Auswirkungen werden durch den Wettbewerbsdruck in Zukunft noch deutlicher werden. Dementsprechend steigt die Nachfrage nach Berufen im ebusiness Bereich und sinkt bezogen auf traditionelle kaufmännische Berufe weiterhin. Die Politik hat die Aufgabe Anreize zu schaffen, Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und Weiterbildungen zu ermöglichen, damit der Prozess der Digitalisierung im Handel unterstützt werden kann.

Gesellschaftliche Auswirkungen


  • Kundenzentrierung als neues Marketingkonzept
  • Bedürfnisse der Kunden stehen im Vordergrund
  • Nachfrage der Kunden dominiert den Markt
  • Zeit- und Ortsunabhängiger Aufruf von Angeboten
  • Kunden bevorzugen ein hybrides Einkaufsmodell
  • Anbieterwechsel um Preisvorteile zu erzielen und neuen Trends zu folgen ist einfach
  • Veränderte Kundenloyalität
  • Neue Kundenerwartungen durch immer stärker personalisierte Angebote
  • Vertrauen von Kunden zu Unternehmen nimmt ab

Positionen


Arbeitgeber

  • Sind gezwungen digitale Investitionen zu tätigen
  • Kosteneinsparungen durch weniger stationären Verkauf
  • Kostensteigerungen durch Wartungen, Betreiben der Online-Plattform
  • Müssen sich Know-How im Bereich Online-Shop aneignen

Arbeitnehmer

  • Kompetenzen bezüglich digitaler Tools sind gefordert
  • Traditioneller Beruf des Kaufmanns ist weniger gefragt
  • Sehen Digitalisierung kritisch, weil Verkäufer Expertise weniger gefragt ist
  • Gleichzeitig gibt es neue Ausbildungsberufe wie den Kaufmann/Kauffrau für E-Commerce

Eigene Position als Informatiker

  • Profiteur der Digitalisierung
  • Unterstützer der Arbeitgeber beim Digitalisierungsprozess von bestimmten Unternehmensbereichen
  • vielfältige Jobangebote in Einzelhandelsunternehmen

Quartärer Sektor

Chancen


  • Vermeidung von Fahrtkosten und Anreise-Organisationen, besonders bei Zeugen.
  • Arbeit kann dezentral und kooperativ durchgeführt werden
  • Effizienzsteigerung kann Gerichte entlassen
  • Ablösung von alten Techniken wie Fax.
  • Einfache Simulation von Konstruktionen
  • Rechenarbeiten können von Rechnern übernommen werden.
  • Einfachere Übersicht von komplexen Konstrukten
  • Bessere Informationskanäle für Klienten
  • Viele Kundenarten, da für verschiedene Bereiche spezielle Lösungen benötigt werden könnten

Risiken


  • Menschliche Ebene gerät in Hintergrund, was für gewisse Strafen wichtig ist, beispielsweise Reue bzw. glaubwürdig korrekt einzuschätzen
  • Ausfall stellt großes Problem dar, da es das Arbeiten stark einschränkt
  • An die Öffentlichkeit geratene Information von Gerichtsunterlagen können für Vorverurteilung von der Gesellschaft sorgen

Wirtschaftliche Auswirkungen


Arbeitgeber

  • IT-Dienstleister wollen im aufsteigenden Markt herausstechen.

Arbeitnehmer

  • Weniger Papierberge, was Reiseaufwand senkt und Büroplatz erhöht.
  • Texterkennung ermöglicht schnelle Selektion von Informationen

Ansichten der Bevölkerung


  • Berufe im IT-Sektor werden immer beliebter
  • Hohes Ansehen, da die meisten eher anwendungswissen haben

Positionen aus der Informatik


  • Wir müssen die Systeme sicher gestalten
  • Informationssysteme sollten effizent und einfach nutzbar sein, damit sie die Bürokratie vereinfacht

Aussichten


Die Wirtschaft entwickelt sich momentan in die Richtung, dass die Nachfrage an intellektuellen Jobs steigt, da viele dieser Berufe neu sind und dessen Gebiete weiter wachsen.

Quintärer Sektor

Chancen


  • Einfachere Verwaltung von Kundendaten bzw. Patientendaten.
  • Objekte durch Markierungen wie Strichcodes identifizierend und einfach zuordbar.
  • Bessere Informationskanäle für Kunden/Patienten.
  • Weniger Papierverbrauch durch elektronische Kommunikation.
  • Verbesserung der Versorgungskontinuität über die Krankenhausgrenze hinweg.
  • Einfachere Erreichbarkeit von Ansprechpartnern und großen Mengen von Informationen.
  • Objekte mittels Kamera analysierbar und Erkenntnisse verarbeitbar.
  • Automatische Erfassung von Messwerten durch vernetzte Sensorik.
  • Kompensation von Arbeitskräften durch Roboter und Assistenzsysteme.

Risiken


  • Möglicherweise wegfallende Verwaltungsstellen durch automatisierte Formulare
  • Ausfall der digitalen Systeme kann Katastrophe für Gesundheitssyteme darstellen.
  • Weniger Mensch-zu-Mensch Interaktionen, da Informationen und Messungen von Geräten kommen

Wirtschaftliche Auswirkungen


Arbeitgeber

  • Gesundheitswesen und Entsorgungswirtschaft wird/wurde privatisiert, arbeitet demnach wirtschaftlich ausgerichtet.
  • Kostensenkung erreichbar durch Automatisierung.
  • Profitmaximierung durch besser planbare Operationen.

Arbeitnehmer

  • Entlastung in Bereich Bürokratie.
  • Benötigen regelmäßige Fort- und Weiterbildungen im Umgang mit den IT-Systemen.

Ansichten der Bevölkerung


  • Bevölkerung empfindet Telemedizin immer attraktiver.
  • E-Akte für Gesundheit muss definitiv sicher sein.
  • Nutzt vermehrt Online-Informationsportale.

Positionen aus der Informatik


  • Wir müssen Krankenhausinformationssysteme (KIS) besonders zuverlässig gestalten, damit es zu keinen Rechenfehlern und somit falschen Dosierungen von Medikamenten kommt.
  • Hohe IT-Sicherheit gewährleisten, damit es zu keinen Kompromittierung in den kritischen Systemen kommt.
  • Einheitliche aber aktuelle Standards um Kooperationen zu unterstützen.

Aussichten


Hier wird sich die Arbeitswelt in verschiedene Richtungen verändern. Die Abfallwirtschaft wird sich wohl in kürze nicht drastisch verändern. Anders sieht es allerdings mit der Freizeitbranche aus. Gerade da wächst die Nachfrage nach eher digitaler Unterhaltung statt einer physischen Unternehmung. Ebenso ändert sich auch das Gesundheitswesen, dabei werden in Zukunft Prognosen von künstlichen Intelligenzen gestellt und Roboter werden die Operationen druchführen.