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Zielsetzungstheorie nach Locke und Latham

Bei der Zielsetzungstheorie von Locke und Latham geht es darum, dass bestimmte Zielsetzungen die Leistungen eines Menschen oder einer Gruppe steigern. Dabei spielen die Mediatoren und Moderatoren eine wichtige Rolle, dennoch geht es hauptsächlich darum, wie die eigentlichen Ziele definiert sind.

Alle Ziele, die nach der Zielsetzungstheorie gesteckt werden, müssen die folgenden Merkmale aufweisen:
  • Spezifisch
  • Schwierig
  • Erreichbar
Dabei ist gemeint, dass die Ziele genau definiert sein müssen. Dies muss so geschehen, dass am Anfang der Aufgabe schon klar ist, was am Ende erreicht werden soll, da hier vage getroffene Ziele nicht förderlich für die Steigerung der Leistung sind. Zudem sollen diese Aufgaben einen bestimmten Schwierigkeitsgrad aufweisen. Da leichte oder mittelschwere Ziele die Leistung einer Person nicht signifikant erhöhen (vgl.[1]). Dennoch sollten diese Ziele auch erreichbar sein, denn zu schwer gesteckte Ziele wirken ebenfalls demotivierend auf die Persönlichkeit.

Aber nicht nur die gesteckten Ziele sind wichtig für die Zielsetzungstheorie. Ebenfalls sind sog. Mediatoren und Moderatoren ein wichtiger Bestandteil.

Mediatoren sind dabei der innere Antrieb ein Ziel zu erreichen. Dies können Merkmale wie Anstrengung, Ausdauer, Informationsverarbeitungsstrategien, oder auch Aktivierung und Aufmerksamkeitsausrichtung sein. Dieser Antrieb wird durch den Gebrauch von schweren Zielen erhöht, da man sich auf eine schwere Aufgabe intensiver vorbereiten und konzentrieren muss.

Auf der anderen Seite gibt es dann noch die Moderatoren. Diese sind entscheidend dafür, wie ein Ziel erreicht werden kann. Darunter fallen zum einen Dinge wie die Akzeptanz des Ziels (wenn in einer Gruppe ein Ziel festgelegt wird, dann müssen alle mit diesem Ziel einverstanden sein) und die persönlichen Fähigkeiten, mit der das Ziel erreicht werden kann. Zum anderen aber auch ob es genügend Rücksprachen und Feedback gibt oder auch ob das geeignete Werkzeug für die Zielerreichung vorhanden ist.

Wenn nun die richtigen Ziele gesteckt, Mediatoren aktiviert werden können und die Moderatoren zur Verfügung stehen, kann sich die Leistung der Person ein Ziel zu erreichen erhöhen.

Quellen

[1]  http://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/files/Fuehren_mit_Zielen.pdf, Letzter Aufruf 02.12.2015, 15:31Uhr
[2]  Clayton P. Alderfer: Existence, Relatedness, and Growth; Human Needs in Organizational Settings. Free Press, New York 1972