Prävention, Gegenmaßnahmen & Anlaufstellen

Wie in den vorhergehenden Texten gezeigt werden konnte, stellt das Internet ein relativ unkontrollierbares und heutzutage allgegenwärtiges Medium dar. Weder der Staat noch man selbst hat einen direkten Einfluss darauf, was tagtäglich von den Nutzern ins Netz gestellt oder in manipulierter Form weiterverbreitet wird. Soziale Netzwerke bieten einen einfachen Weg für Internetnutzer, um sich mit ihren Meinungen und Beiträgen an die breite Masse wenden zu können.

Dies bedeutet jedoch auch, dass potentielle Mobbing-Täter ihre Opfer selbst nach Schulschluss oder Feierabend und außerhalb des direkten, sozialen Umfelds immer und überall über das Medium Internet angreifen oder verfolgen können.

In den Fallstudien konnte gezeigt werden, dass in der Realität einige Fälle von Cybermobbing und Cyberstalking existieren, insbesondere auch in Bezug auf die Erstellung von Fakeaccounts, die verheerende Ausmaße annehmen können. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, den betroffenen Personen mögliche Präventions- und Gegenmaßnahmen aufzuzeigen, damit schwerwiegende Folgen rechtzeitig verhindert werden können.

Je nach Art der Belästigung werden dabei von den unterschiedlichen Beratungsstellen unterschiedliche Möglichkeiten angeboten. Diese dienen dabei sowohl als Hilfestellung, bereits den Beginn einer solchen Belästigung zu vermeiden – als Präventionsmaßnahme – als auch dazu, eine Eskalation in akuten Situationen einzudämmen – als Gegenmaßnahme.

In diesem Abschnitt sollen daher folgende Fragen geklärt werden:

Wie schützt oder wehrt man sich gegen die allgegenwärtige Bedrohung von Cybermobbing, Stalking und Fakeaccounts? Welche Präventions- und Gegenmaßnahmen können eingesetzt werden und sind in diesem Zusammenhang besonders effektiv? Wie sollte man sich verhalten, falls man zum Opfer eines Cybermobbing-Täters geworden ist? Welche Anlaufstellen existieren? Was können Außenstehende tun, wenn sie das Geschehen korrekt erkannt haben?

Autoren: Andreas Harre, Nils Hobbensiefken