Prävention

Viele Faktoren führten nun dazu, dass Megan Meier sich am Ende des Tages das Leben nahm. In diesem Abschnitt wollen wir mögliche Präventionen präsentieren, wie der Vorfall anders hätte passieren können. Das sind Vermutungen, womit nicht gesagt ist, dass der Vorfall wirklich hätte verhindert werden können.

Als erstes sei zu erwähnen, dass die Mutter leider nicht den ganzen Tag bei ihrer Tochter war. Sie hatte dadurch nicht die Möglichkeit zu erkennen, dass mit ihrer Tochter etwas nicht stimmte. Sie stand mit ihrer Tochter zwar telefonisch in Kontakt, jedoch muss das nicht ausreichen, um die Situation zu erkennen und sie zu verhindern. Wäre sie den Tag über bei ihrer Tochter gewesen, hätte sie die Situation eventuell richtig erkennen können und dadurch vielleicht den Selbstmord verhindern können.

Da die Mutter etwas harsch reagierte, als Megan ihr von ihrem Problem erzählen wollte, wäre hier eine andere Möglichkeit den Vorfall zu verhindern. Da sie selbst nicht wusste, dass Josh nicht die Person war, die „er“ vorgab zu sein, wusste sie nicht, wie dringlich die Situation war, die ihre Tochter durchstand, was sie auch nicht an sich selbst zweifeln ließ, als sie wütend wurde und Megan mehrfach sagte, sie solle sich ausloggen.

Als dritten und letzten Punkt möchten wir anführen „was wäre, wenn die Anderen sich anders verhalten hätten?“ und mit den Anderen meinen wir die Freundin, deren Mutter und alle anderen, die mit dem Geschehen zu tun hatten, ausgenommen Megan und ihre Familie. Also die Auslöser der Geschichte. Ganz einfach wäre es gewesen, wenn sie den Fake-Account nie erstellt hätten oder die Geschichte schnell aufgelöst hätten. Das haben sie leider nicht getan.

Jedoch als der Fake-Account öffentlich zugänglich wurde, kam auch keiner auf die Idee zu sagen, dass man dort vielleicht einen Fehler begeht, bzw. den anderen einmal „vor den Kopf zu stoßen“. Wäre da jemand auf die Idee gekommen, dann hätte es beendet werden können, bevor es eskalierte.

Autoren: Benjamin-Christian Bierbrauer, Sabrina Kröger, Carolin Radig