Auslöser und Ausprägungen von Fakeaccounts

Die Verwendung von Fakeaccounts hat unterschiedliche Beweggründe. Zum einen werden Fake-Profile eingesetzt, um Texte, Bilder oder Videos zu verbreiten. Dies kann positive Absichten verfolgen, aber auch negative wie Werbung oder Spam. Einige Nutzer von Fakeaccounts erhoffen sich dadurch eine unerkannte Informationssuche und spionieren ihre Bekannten aus dem realen sozialen Umfeld wie Mitschüler, Freunde und Ex-Freunde aus. Fake-Profile werden auch genutzt, um Firmen oder andere „Nutzer“ im Internet zu schaden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass jemand sich ein Fake-Profil zulegt, weil dieser jemand sich unsicher fühlt und ein mangelndes Selbstbewusstsein besitzt. Mit einem falschen Account hofft diese Person sich bei den anderen Nutzern besser darstellen und die Unsicherheit ablegen zu können [MIC09].

Im Fall Megan Meier wurde der Account mit falscher Identität aus intriganten Beweggründen geschaffen. Ihre ehemalige Freundin wollte Megan mittels eines Fakeaccounts Schaden zufügen. Zudem wollte die Mutter der einstigen Freundin unerkannt an Informationen gelangen und spionierte Megan unter falscher Identität aus [MMF12].

Um einen Fakeaccount zu erstellen, gibt es nach unserer Auffassung zwei Möglichkeiten; zum einen den Identitätsdiebstahl und zum anderen das Erfinden einer neuen Identität. Beim Identitätsdiebstahl wird die Identität einer bekannten Personen genommen und mit dessen Daten ein Profil erzeugt. Im Gegensatz dazu werden bei einer neuen Identität die Daten, die man für das Anlegen eines Accounts benötigt, frei erfunden.

Autoren: Benjamin-Christian Bierbrauer, Sabrina Kröger, Carolin Radig

Quellen:

  • [MIC09] Michael, A.: Fake-Accounts: Experimentelle und künstliche Identitäten im Internet. GRIN Verlag, 1. Auflage, 2009, S. 22.
  • [MMF12] Megan Meier Foundation: Megan Meier’s Story. http://www.meganmeierfoundation.org/megansStory.php, Letzter Zugriff: 2012-03-02