Studium

Im Jahr 1985 wurde an der Universität Oldenburg der Fachbereich Informatik gegründet. Der damals angebotenen Diplomstudiengang entwickelte sich in den ersten 15 Jahren ebenso wie der Fachbereich stetig weiter. Während sich das Angebot an Wahl- und Spezialisierungsmöglichkeiten erhöhte wurden auch die Studienziele mehr und mehr konkretisiert. Im Jahr 2000 wurde der erste Bachelorstudiengang eingeführt und parallel dazu der Diplomstudiengang modularisiert und wesentlich stärker durchstrukturiert. 2003 wurden dann die ersten beiden Masterstudieng änge bereitgestellt. Aber nicht nur die Gliederung und die Ziele des Studiums haben sich gewandelt, auch bei der Bewertung von Prüfungsleistungen gab es Veränderungen. Bis in die Gegenwart entwickelt sich das Informatikstudium an der Uni Oldenburg weiter und passt sich damit aktuellen Trends und Entwicklungen in Wirtschaft und Forschung an. So wurde beispielsweise 2008 mit der Wirtschaftsinformatik ein neuer Bachelorstudiengang gegründet.

Gliederung des Studiums

Der Aufbau und Verlauf des Informatikstudiums in Oldenburg, unterliegt seit der Einführung des Bachelorstudiums und der damit einhergehenden Modularisierung, einem starken Wandel.

Der erste Diplomstudiengang

Die Studiendauer des Diplomstudiums wurde bei der Einführung des Studiengangs auf zehn Semester festgelegt. Es bestand bei der Diplomvorpr üfung aus den Bereichen Informatik I & II, Mathematik I&II sowie einem weiteren Nebenfach aus BWL, VWL, Mathematik oder Physik, in denen unter anderem Kenntnisse über Programmierung und Datenstrukturen, Rechnerstrukturen, Grundlagen der Theoretischen Informatik, Differential- und Integralrechnung, Grundlagen der Stochastik oder Numerik, Lineare Algebra I&II, Diskrete Strukturen geprüft wurden. Die Diplomprüfung bestand dabei aus vier Fachprüfungen, aus den Bereichen Praktische Informatik, zwei aus Theoretischer Informatik, Technischer Informatik oder Anwendungen der Informatik und dem gewählten Nebenfach. Anschließend musste binnen eines Jahres nach der letzten Fachprüfung, die Diplomarbeit abgegeben werden.
Im weiteren Verlauf des Diplomstudiengangs wurde, in den Jahren von 1988 bis 2000, die Studiendauer auf neun Semester verkürzt. Zusätzlich wurden ab 1991 neueWahlmöglichkeiten für die Fächer der Vorprüfung und der abschließenden Diplomprüfung eingeführt. Im Informatikbereich konnte nun Logik & Systemstrukturen gewählt werden, außerdem konnte Musik & Verhaltenswissenschaften als Nebenfach belegt werden.

Die Modularisierung der Studiengänge

Mit der Einführung des Bachelorstudiums im Jahr 2000 und der Modularisierung des Diplomstudiengangs konnte erstmals Wirtschaftsinformatik als Schwerpunkt gewählt werden. Im Zuge dieser Anpassung wurde auch die Diplomprüfung geändert. Sie bestand nun aus einem Modul der praktischen Informatik, der angewandten Informatik und einem Modul aus technischer oder theoretischer Informatik. Das Anwendungsfach für Informatikstudenten mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik, bestand aus einem Modul der Wirtschaftswissenschaften. Die Themenbereiche des Bachelorstudiengangs bestehen aus theoretischer, praktischer, technischer und angewandter Informatik. Dazu gibt es eine mathematische Ausbildung und je nach Wahl eine Ausbildung im Anwendungsfach oder im Schwerpunkt. Des weiteren wurde eine Ausbildung in Informatik und Gesellschaft und Soft Skills eingeführt. Die Regelstudienzeit des Bachelorstudiums beträgt sechs Semester. Beide Studiengänge wurden im Jahr 2002, auf das ECTS Punkte System umgestellt.

Einführung der Masterstudiengänge

2003 wurden die ersten Masterstudiengänge eingeführt. Das Masterstudium bestand Anfangs aus einer Studiendauer von drei Semestern. Es kann zum Sommer- und Wintersemester begonnen werden und konnte mit den Schwerpunkten Informatik, Eingebette Systeme oder Mikrorobotik studiert werden. Im Schwerpunkt Informatik werden Kenntnisse aus den vier Themenbereichen, theoretische, praktische, technische und angewandte Informatik, des Bachelorstudiums vertieft. Die Inhalte können dabei individuell gestaltet werden. In den gewählten Schwerpunkten werden ebenfalls die vier Themenbereich abgedeckt, allerdings mit spezieller Ausrichtung auf den jeweiligen Schwerpunkt.

Neue Studienschwerpunkte und Wirtschaftsinformatik als eigener Studiengang

In den Jahren 2004 bis heute wurden, neben der Ergänzung der Studienschwerpunkte Umweltinformatik, Informationssysteme und Software Engineering, die jeweiligen Schwerpunkte um weitereWahlmodule erweitert, außerdem ist es möglich Informationssysteme und Software Engineering als Anwendungsfach im Bachelorstudium zu wählen. 2008 wurde der Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik gestrichen und durch einen separaten Studiengang ersetzt. Im Jahr 2009 wurde des weiteren die Studiendauer des Masterstudiengangs auf vier Semester erhöht.

Studienziele der Informatikstudiengänge

Wie bei jedem anderen Studiengang ist es auch in der Informatik wichtig Studenten und Arbeitgebern zu beschreiben welche Kenntnisse und Fähigkeiten im Studium vermittelt werden. Zu diesem Zweck wurden in der Prüfungs- und Studienordnung des Diplomstudiengangs von 1991 erstmals die Ziele des Studiums formuliert.

Der erste Diplomstudiengang

In den Jahren 1985 bis 2006 konnte man sich an der Uni Oldenburg für den Diplomstudiengang der Informatik immatrikulieren. Wie bereits erwähnt wurden in der Prüfungsordnung von 1991 erstmals einige Studienziele beschrieben. Bis zum Jahr 2000, in welchem der Bachelorstudiengang eingeführt und gleichzeitig auch der Diplomstudiengang umstrukturiert und modularisiert wurde, beschränkte man sich auf eine knappe Beschreibung genereller Grundlagen. Zu diesen gehörten wissenschaftliches Arbeiten, das Anwenden von Informatikkenntnissen und verantwortungsbewusstes Handeln im Beruf. Ab dem Jahr 2000 wurden die Studienziele stark erweitert und ausdifferenziert. Besonders hervorgehoben wurde dabei die Vermittlung von Kompetenzen im Bereich der Teamarbeit. Andere wichtige Aspekte waren das Präsentieren von Ergebnissen und die Vertrautheit mit ausgewählten Softwareentwicklungsumgebungen. Außerdem wurde erstmals erwähnt, dass die Studenten auch Kenntnisse in mindestens einem Anwendungsgebiet bzw. interdisziplinärem Schwerpunkt erwerben und sich, im Gegensatz zum Bachelorstudiengang, dabei auch mit den Ergebnissen, Methoden und Problemen der aktuellsten Forschungen beschäftigen. Diese Studienziele wurden auch bei der letzten Diplomstudienordnung aus dem Jahr 2004 nicht verändert.

Die Bachelorstudiengänge

Bei der Einführung des ersten Bachelorstudiengangs im Jahr 2000 wurden die Studienziele des Diploms praktisch "eins zu eins" übernommen. Der einzige bereits oben genannte Unterschied war der Verzicht auf den Bezug des Studiums auf aktuelle Forschungen, welcher erst im Masterstudiengang vermittelt werden sollte. Allerdings wurde erst, mit der Überarbeitung der Studien- und Prüfungsordnungen, im Jahr 2004 eindeutig formuliert, dass das Ziel des Bachelorstudiengangs die Voraussetzung für ein Masterstudium sein soll. In der Fach-Bachelorstudienordnung von 2009 wurden die Studienziele neu formuliert. Inhaltliche Veränderungen gab es allerdings kaum. Lediglich die Vermittlung professionalisierender Fertigkeiten, wie beispielsweise Präsentationstechniken, Selbst- und Teamorganisation, wurde ergänzt.
2004 wurde erstmals Informatik als Schwerpunkt / Nebenfach für bestimmte Bachelorstudiengänge angeboten. Der Informatikteil umfasst hier 30 Kreditpunkte, also nur ein Sechstel des Studiums. Dabei sollen minimale Grundkenntnisse in den Bereichen der praktischen, theoretischen und technischen Informatik vermittelt werden. Gleiches gilt für den 2008 eingeführten Zweifächer-Bachelor "Wirtschaftspädagogik und Informatik". Im Jahr 2009 wurden die Studienordnungen dieser beiden Studiengänge überarbeit. Dabei wurde nochmals verdeutlicht, dass die vermittelten Kenntnisse im Bereich der Softwareentwicklung nur für eine Beteiligung an kleineren Projekten ausreichen.
2007 wurde mit der Wirtschaftsinformatik ein neuer Bachelorstudiengang "ins Leben gerufen". Neben allgemeinen Kenntnissen der Informatik, Teamwork und der Fähigkeit Ergebnisse präsentieren zu können, steht bei diesem Studiengang die Analyse, Gestaltung, Nutzung undWartung von Informations- und Kommunikationssystemen im Vordergrund. Dabei werden insbesondere auch Ansätze der Betriebswirtschaftslehre mit einbezogen, da das Studium den Anspruch hat sowohl konzeptionell-methodisch fundiert als auch berufs- und arbeitsmarktorientiert zu sein. Der wissenschaftliche Aspekt des Studiengangs beschr änkt sich allerdings auf die Bereiche der angewandten und praktischen Informatik.
Im Jahr 2008 wurde der Zweifächer-Bachelor "Informatik und Lehramt an Gymnasien" bereitgestellt. Der Informatikteil umfasst 60 Kreditpunkte. Als Studienziele werden grundlegende fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kenntnisse im Bereich der praktischen, theoretischen und technischen Informatik (und im Bereich der Informatik- Didaktik) genannt. Die Erstellung von Software wird als zentraler Aspekt des Studiums angesehen. Außerdem soll der Studiengang die Voraussetzungen für ein entsprechendes fächerübergreifenden Masterstudium vermitteln.
Seit 2009 wird mit "Informatik und außerschulisches Berufsziel" ein weiterer Zweifächer-Bachelor angeboten. Bemerkenswert ist, dass hier die gleichen Studienziele wie beim Fach-Bachelor der Informatik von 2009 gelten, obwohl der Informatikanteil hier nur 90 Kreditpunkte beträgt.

Die Masterstudiengänge

Im Jahr 2003 wurden der Masterstudiengang "Eingebettete Systeme" und der allgemeine Informatikmasterstudiengang eingeführt. Bei beiden handelt es sich im Allgemeinen um ein wissenschaftliches Vertiefungsstudium auf der Grundlage eines des abgeschlossenen Bachelorstudiums der Informatik. U. a. wird das Studium von Methoden, Probleme und Ergebnisse der neuesten Forschungen in der Informatik als Studienziel genannt. 2009 wurden die Studienordnungen überarbeitet und die jeweiligen fachspezischen Ziele noch detaillierter beschrieben. Außerdem wurde u. a. die Fähigkeit Führungspositionen in Gruppen besetzen zu können mit in die Liste aufgenommen.

Bewertung der Prüfungsleistungen

Neben den Studienzielen und der Gliederung des Studiums gab es auch im Bereich der Prüfungsleistungen einige Änderungen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Abschlussarbeiten

Ab dem ersten Jahrgang hatten die Diplomstudenten sechs Monate Zeit zum Schreiben ihrer Diplomarbeit. In Ausnahmefällen war auch eine Verlängerung um weitere sechs Monate möglich. Die Themenvergabe erfolgte durch die Uni, doch die Studenten durften Vorschläge einreichen. Die Diplomarbeit musste alleine geschrieben werden. Ab der Diplomprüfungsordnung (DPO) des Jahres 1991, durfte die Diplomarbeit nun auch in Form einer Gruppenarbeit von bis zu drei Personen erstellt werden, sofern erkennbar war, wer welchen Teil geschrieben hatte. Im Gegenzug dazu wurde allerdings die Verlängerung der Abgabefrist auf maximal drei Monate beschränkt.
Als Bachelorstudent hatte man seit der ersten Prüfungsordnung vier Monate Zeit, um die Bachelorarbeit fertigzustellen. Nur auf begründeten Antrag kann diese Frist auf sechs Monate verlängert werden. Auch die Bachelorarbeit kann als Gruppenarbeit von maximal drei Personen angefertigt werden.
Masterstudenten haben sechs Monate Zeit für ihre Abschlussrbeit. Dieser Zeitraum kann auf begründeten Antrag auf neun Monate verlängert werden. Auch hier ist eine Gruppenarbeit von maximal drei Personen möglich. Das Thema wird dabei vom Erstprüfenden nach Anhörung der jeweiligen Studenten festgelegt.
Im Falle des nicht Bestehens der Abschlussarbeit, haben Diplom- / Bachelor- / Masterstudenten die Möglichkeit einer einmaligen Wiederholung.

Berechnung der Abschlussnote

Im Diplomstudiengang berechnete sich seit der ersten DPO von 1987, die Gesamtnote aus dem Mittelwert der Noten der Fachprüfungen des Hauptstudiums und der beiden Einzelnoten der Diplomarbeit (Bewertungen durch Erst- und Zweitprüfer). Diese Berechnung wurde 13 Jahre lang beibehalten. Seit dem Jahr 2000 wird die Berechnung der Abschlussnote anhand des Durchschnitts der Prüfungen aus den Semestern drei bis neun und den beiden Noten der Diplomarbeit vorgenommen.
Von der ersten Bachelorprüfungsordnung (BPO) aus dem Jahr 2000 bis zur BPO 2008, berechnete sich die Bachelorabschlussnote anhand des Durchschnitts der Notenpunkte der Modulprüfungen der Semester drei bis sechs und der Note für die Bachelorarbeit. In der BPO 2010 gab es dann die erste Änderung, seitdem zählt der Durchschnitt aller Modulprüfungen und der Bachelorarbeit. Allerdings werden die schlechtesten Modulprüfungsnoten, in einem Umfang von insgesamt 18 Kreditpunkten, dabei nicht einbezogen.
Im Masterstudiengang galt von der Masterprüfungsordnung (MPO) 2003 an, dass sich die Abschlussnote aus dem Durchschnitt der Notenpunkte der Modulprüfungen der ersten beiden Semester und der Note der Masterarbeit berechnete. In der MPO 2009 gab es dann eine wesentliche Änderung. Der Durchschnitt wird nun aus allen, nach Kreditpunkten gewichteten Noten, der Modulprüfungen und der Masterarbeit berechnet.
Wer eine Abschlussnote von 1,0 bis 1,1 erreicht bekommt das Prädikat "mit Auszeichnung bestanden" verliehen. Eine bessere Note als 1,0 kann man an der Universität Oldenburg nicht bekommen, da die Note 0,7 genauso wie die Noten 4,3; 4,7 und 5,3 nicht im Notenschlüssel existieren.

Wiederholungen und Freiversuche

Die ersten Diplomstudenten die nach der DPO 1987 studierten, hatten bei Nichtbestehen einer Prüfung die Möglichkeit einer Wiederholung und auf begründeten Antrag eine zweite Wiederholung der Prüfungsleistung als mündliche Prüfung. Ab 1991 war es allen Studenten möglich eine zweite Wiederholung zu nutzen, ohne die Notwendigkeit einen begründeten Antragzu stellen. In der Prüfungsordnung von 1998 gab es dann eine weitere wesentliche Veränderung - die Einführung des Freiversuchs. Das bedeutete, dass innerhalb der Regelstudienzeit erstmalig nicht bestandene Prüfungen als nicht unternommen galten. Außerdem konnten die Studenten nun auch bestandene Prüfungen im Hauptstudium einmalig innerhalb von sechs Monaten wiederholen, um eine Notenverbesserung zu erreichen. Mit der DPO 2000 gab es dann die vorerst letzte Änderung in deisem Bereich. Die zweite Wiederholung einer nicht bestandenen Prüfung musste nun nicht mehr mündlich erfolgen.
Die ersten Bachelorstudenten starteten im Jahr 2000 mit den gleichen Möglichkeiten wie sie die Diplomstudenten seit dem Jahr 2000 hatten. Mit der BPO 2009 kam es dann zu einer Einschränkung bezüglich der Freiversuchsregel. Ein Freiversuch kann nun nur noch bei Modulen des ersten Studienjahres und bei bis zu drei weiteren Modulen, der restlichen Studienjahre in Anspruch genommen werden.
Die Masterstudenten die nach der ersten MPO (2003) studierten hatten noch keine Freiversuche. Nur zwei Wiederholungen einer nicht bestanden Modulprüfung waren erlaubt. Seit der MPO 2009 haben auch Master-Studenten das Recht auf die Nutzung eines Freiversuches pro Modul, für alle innerhalb des ersten und zweiten Studienjahres abgelegten Prüfungen.

Statistiken

Während unserer Recherchen bezüglich der Entwicklung des Informatikstudiums an der Uni Oldenburg, haben wir uns auch mit statistischen Daten beschäftigt.

Studienanfänger

Studienanfänger


Im Diagramm Studienanfänger sind die Neuimmatrikulationen zu sehen. Aus den Jahren 1985 bis 1994 sind keine Daten über den Frauenanteil bekannt.
Nach einem Hoch im Wintersemester 1989/1990 fällt die Anzahl der Neuimmatrikulationen in den Folgejahren wieder auffällig ab. Ein Grund dafür könnte sein, dass Anfang der 90er Jahre eine Krise den IT-Bereich erfasste und demzufolge die schlechten Aussichten auf einen Job in diesem Bereich viele Abiturienten davon abschreckte ein Informatikstudium zu beginnen. Nach einem Tiefststand in den Jahren 1996/97 kehrte sich die Situation um und die Neuimmatrikulationen stiegen rapide an. Die IT-Branche erlebte einen "Boom" und die Anzahl der Neuimmatrikulationen für den Diplomstudiengang im Wintersemester 2000/2001 erreichte einen neuen Höchststand. Dazu kommen noch die Immatrikulationen für den neu eingeführten Bachelorstudiengang, allerdings wurde die Gesamtzahl der Neuimmatrikulationen dadurch nicht so stark erhöht wie man vermuten könnte, da bis zum Jahr 2005 viele Studenten die Möglichkeit nutzten sich für beide Studiengänge gleichzeitig einzuschreiben. Auffällig ist, dass im Folgejahr, in welchem eine Einschreibung für den Diplomstudiengang nicht mehr möglich war, die Anzahl der Immatrikulationen für den Bachelor nicht annähernd an die des Diplomstudienganges des Vorjahres heranreicht. Ein Grund dafür ist wahrscheinlich die Einführung der Studiengebühren im Wintersemester 2006/2007, aber auch der oftmals schlechte Ruf der Bachelorstudiengänge könnte eine Rolle gespielt haben. In den Jahren 2007 bis 2009 war die Anzahl an Neuimmatrikulationen sogar geringer als die des ersten Jahrgangs von 1985.
Aufgrund der geringen Anzahl der Studenten im Masterstudiengang haben wir eine Zoom-Ansicht erstellt, um eine detailliertere Betrachtung der Daten zu ermöglichen.

Studienanfänger_Zoom


Studienfälle

Studierende

Das Diagramm Studienfälle zeigt die Gesamtzahl der immatrikulierten Studenten für die Jahre 1985 bis 2010.
Es ist deutlich erkennbar wie die Anzahl der Studenten während der ersten zehn Jahre konstant zunimmt. Während der folgenden zehn Jahre bleibt die Gesamtzahl der Studenten in etwa konstant. Der starke Rückgang der Diplomstudentenanzahl in den folgend Jahren ist damit zu erklären, dass ab 2006 keine neuen Immatrikulationen für diesen Studiengang mehr zugelassen wurden. Wie bereits oben beschrieben ist es allerdings auffällig, dass die Anzahl der Neuimmatrikulationen für den Bachelorstudiengang, diesen Rückgang nicht ausgleicht.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit haben wir auch für dieses Diagramm eine vergrößerte Ansicht für den Masterstudiengang angefertigt.

Studienanfänger_Zoom


Absolventen

Absolventen

Dieses Diagramm stellt die Anzahl der Absolventen von 1990 bis 2009 dar. Die Jahre vor 1990 werden nicht angezeigt, weil dies das Jahr war in welchem der erste Absolvent sein Studium beendete.
Obwohl die individuelle Studiendauer sehr stark variiert und viele Studenten ihr Studium nicht beenden, ist hier dennoch eine Korrelation mit den Daten über die Anzahl der Studienanfänger erkennbar.
Die niedrigen Werte des Masterstudienganges sind dadurch zu erklären, dass viele der Studenten welche sich vor 2006 Immatrikuliert haben, sich sowohl für den Diplom- als auch für den Bachelorstudiengang einschrieben. Die meisten dieser "doppelt" immatrikulierten Studenten entschieden sich dann aber gegen den Bachelorabschluss und setzten ihr Studium im Diplomstudiengang fort. Später immatrikulierte Studenten haben diese Möglichkeit nicht mehr. Da diese Bachelorstudenten in der Regel ihr Studium noch nicht beendet haben ist ein möglicher Anstieg der Absolventen des Masterstudienganges noch nicht erkennbar. Bei Betrachtung des Diagramms der Studienanfänger, ist es allerdings nicht zu erwarten, dass in naher Zukunft Werte erreicht werden welche denen des Diplomstudienganges entsprechen.

Durchschnittsnoten

Durchschnittsnoten


Hier werden die Durchschnittsnoten der Absolventen der Jahre 1995 bis 2009 dargestellt. Für die Jahre 1990 bis 1994 sind keine Daten vorhanden.
Bemerkenswert ist, dass bis auf wenige Ausnahmen, die Noten der Bachelorabsolventen wesentlich schlechter sind als jene der Diplomabsolventen. Im Gegensatz dazu haben die wenigen Absolventen des Masterstudienganges insgesamt im Durchschnitt sehr gute Noten.