Ausgründungen

Der Bereich Ausgründung beschäftigt sich voranging mit dem OFFIS als solches. Es wurden ein besonderes Augenmerk auf die Entstehung dieses, sowie die Wahl des Standorts gelegt. Aufgrund von Berichten vergangener Jahre war es möglich eine positive Personalentwicklung festzustellen und diese grafisch darzustellen. Ebenfalls wurde in diesem Zusammenhang die Entwicklung der Drittmittel gegenüber den Landeszuschüssen genauer untersucht und statistisch erfasst. Auch die Verleihung des Oldenburger Bullen im Jahr 2005 an Prof. Dr. Appelrath, sowie die OFFIS Ausgründung „Unplugged Nomadics“ erfuhren einer näheren Betrachtung.

Gründung des OFFIS

Der Grundstein für das, was wir heute als "OFFIS" kennen, wurde am 6. Juli 1991 gelegt. Damals trafen sich bei der Gründungsveranstaltung des Vereins "Kuratorium OFFIS" die Mitglieder, das Land Niedersachsen, die Universität Oldenburg und zudem alle damaligen Informatik-Professoren. Zu diesen zählten: Appelrath, Claus, Damm, Gorny, Jensch, Kowalk, Möbus, Olderog und Spies.
In den Vorstand wurden die Professoren Appelrath, Kowalk und Claus als Vorsitzende gewählt. Eröffnet wurde das OFFIS allerdings erst am 28.1.1992 in Gegenwart der Ministerin für Wirtschaft und Kultur, Helga Schuchardt.
Das "Projekt OFFIS" begann jedoch nicht erst mit der Gründungsversammlung am 6. Juli 1991. Dem Gründungstreffen gingen nämlich viele andere Versammlungen voran, in denen z.B. die Finanzierung (durch Grundförderung und Drittmittel) des OFFIS geplant wurde.
Zu den Hauptgründen, die zur Gründung des OFFIS führten, zählt einerseits der Wissens-Transfer mit Partnern durch Projekte als auch eine "Grundlagen- und Vorlaufforschung auf dem Gebiet der Informatik" mit Anwendungsbezug. Als Büroräume diente vorläug ein Gebäude in der Westerstraße. Die Bürofäche betrug 350 Quadratmeter und wurde vorerst nur angemietet, da dies keine langfristige Lösung bleiben sollte.

Der Standort

Nachdem am 6.7.1991 das "Kuratorium OFFIS" gegründet wurde, wurden im Oktober 1991 die in der Westerstraße gemieteten Räume bezogen. Da die hier zur Verfügung stehenden 350 Quadratmeter jedoch eine sehr geringe Kapazität bedeuten, wurde bereits im Dezember 1991 von der Stadt Oldenburg beschlossen, dass das FleiWa-Gelände zum Bau des OFFIS-Gebäudes genutzt werden könnte. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (fortan MWK genannt) befürwortete daraufhin im Januar 1992 17,5 Millionen DM aus der VW-Stiftung zur Finanzierung des OFFIS-Gebäudes und zur Finanzierung der Erstausstattung, woraufhin die VW-Stiftung diese im November 1992 bewilligte. Im Dezember 1992 beschloss der Niedersächsische Landtag dann eine Mietfinanzierung, sodass im Mai 1993 nach der Zustimmung des MW der Mietvertrag des FleiWa-Geländes unterzeichnet werden konnte, um möglichst zeitnah mit dem Bau des OFFIS-Gebäudes beginnen zu können. Dies geschah im Januar 1994, wo durch die Ministerin für Wirtschaft und Kultur (Helga Schuchardt) der Grundstein für das OFFIS-Gebäude gelegt wird.

Mitarbeiterzahlen

Nach ziehen der Bilanz am Ende des Jahres 1994 konnte das OFFIS bereits 33 MitarbeiterInnen, sowie ca. 60 wissenschaftliche Hilfskräfte zu seinen Beschäftigten zählen. Auch in den darauf folgenden Jahren war es dem OFFIS möglich eine positive Personalentwicklung zu verzeichnen. Das Wachstum beträgt im Schnitt ca. 7 Mitarbeiter jährlich. Bereits im Jahr 2002 wurden im OFFIS 134 Mitarbeiter, sowie 73 wissenschaftliche Hilfskräfte und sogar 8 Praktikanten/ Azubis beschäftigt. Nach einem Rückgang der Mitarbeiterzahl, von knapp 10 Personen über 3 Jahre gesehen, konnte im Jahr 2006 wieder ein Wachstum wahrgenommen werden, welches bis heute andauert. Das Alter der im OFFIS tätigen Mitarbeiter liegt im Durchschnitt bei 31 Jahren.

Budget

Zu Beginn waren sich die Verantwortlichen einig darüber, dass das OFFIS auch über längere Zeit gesehen einen finanziellen Zuschuss durch das Land benötigt, um bestehen zu können. Jedoch war von Anfang an das Ziel vor Augen, neben dieser Grundfinanzierung, seinen eigenen Anteil zur Existenz des Instituts beizutragen.
Nach dem Erstellen einer Übersicht am Ende des ersten Jahres (1992) konnte festgestellt werden, dass bei einem Betrag von 0,76 Mio Euro, allein 0,2 Mio Euro den eigens erwirtschafteten Drittmitteln zuzuschreiben waren und somit die Erwartungen, welche bis dato gemacht wurden, vollkommen erfüllt werden konnten. Durch die Ausweitung der Projektaktivität des Instituts auf nationaler/ sowie internationaler Ebene konnten die Einnahmen der Drittmittel bereits im Jahr 1994 beachtlich gesteigert werden. Bei Einnahmen von 2,45 Mio Euro waren lediglich 1,38 Mio Euro dem Landeszuschuss zuzuschreiben. Die Summe der erwirtschafteten Drittmittel belief sich auf 1,07 Mio Euro. Bereits im Jahr 96 war es dem OFFIS möglich höhere Drittmitteleinnahmen als Landeszuschüsse zu verzeichnen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das einen Drittmittelanteil von 1,78 Mio Euro bei einem Landeszuschuss von 1,73 Mio Euro. Dieser positive Entwicklungstrend der Drittmittel hat sich mit einem bisherigen Maximum im Jahr 2006, mit einer Summe von 8,42 Mio Euro bei einem Landeszuschuss von 2,25 Mio Euro, fortsetzen können.

Projekte

Es gibt drei verschiedene Projektarten im OFFIS die von unterschiedlichen Organistationen finanziell untertstützt werden.
  • Grundlagenorientierte Vorlaufprojekt, die vom Wissenschaftsministerium des Landes Niedersachsen finanziert werden.
  • Öffentlich geförderte Projekte, oft international ausgerichtete Kooperationsprojekte, finanziert vor allem von der EU und dem BMBF.
  • Forschungs-, Entwicklungs- und Transferprojekte in Kooperation mit kleinen und großen mittelständigen Unternehmen, teilweise bekommen sie eine Förderung durch Land oder EU.
Die Projekte sind zeitlich befristet, die grundsätzlich von einem Professor geleitet und verantwortet werde. Die Dauer der Projekte liegt zwischen
In den Jahre 1992-1996 werden die Projekte in Forschungsgebiete unterteilt. Angefangen mit Informationssystem und Wissensverarbeitung, Kommunikation, Integrierte Hardware-Software-Systeme, Systemmodellierung und Betriebswirtschaftliche Informatik. Nach den ersten fünf Jahren der Aufbauphase haben sich im Rahmen einer Schwerpunktbildung drei FuE-Bereiche etabliert.
  • Eingebettete Systeme
  • IuK-Systeme im Gesundheitswesen
  • Geschäftsprozessmodellierung und Referenzmodelle
Nach und nach kamen immer mehr FuE-Bereiche dazu. Im Jahr 2002 wurde aus Eingebettete Systeme Eingebettet Hardware-/Software-Systeme und Sicherheitskritische Systeme. Seit dem 01.12.2004 kam dann die Mikrosystemtechnik und Nanohandhabung hinzu. Seit dem Jahr 2007 werden dann die Anwendungsfelder in Energie, Gesundheit und Verkehr eingeteilt.

Ausgründungen des OFFIS

Im Jahr 2006 wurde das Unternehmen UPN- unplugged nomadics GmbH als Start-Up Unternehmen und Ausgründung des OFFIS gegründet. Durch die mehrjährige Forschungsarbeiten des OFFIS entwickelt die UPN Softwarelösungen zur Optimierung der Energieeffizienz von Laptops und Desktops-PCs. Kernprodukt ist der UPN Power Manager, der offiziell auf der CeBIT 2009 vorgestellt wurde. Auf der CeBIT wurde das Produkt mit dem ersten Preis in der Kategorie Green IT des Innovationspreise-IT ausgezeichnet.

UPN Power Manager

Der UPN Power Manager, zur Optimierung der Energie, ist durchgängig im Betrieb, während der Computer eingeschaltet ist. Er beobachtet das Verhalten des jeweiligen Computerbenutzers und kann daraufhin Sparpläne erstellen, die er an Windows weiterleitet. Die Sparpläne werden ständig weiter angepasst, wenn sich die Benutzergewohnheiten ändern. Umso öfter der UPN Power Manager verwendet wird, desto genauer werden die Energiesparpläne auf den Benutzer angepasst.

Oldenburger Bulle

Der Oldenburger Bulle steht für den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt Oldenburg. Die Auszeichnung wird an Professoren und Unternehmer verliehen, die sich durch wirtschaftliches Engagement, innovatives Handeln oder durch Forschungs- und Lehrleistungen hervorgetan und somit Oldenburg auch über die Stadtgrenze hinaus bekannt gemacht haben. Durch den Oldenburger Bullen wird die Person und ihr tun in der Öffentlichkeit bekannt gemacht und somit auch die Verbindung zu Oldenburg gefestigt.

Verleihung 2005

Am 15.März 2005 wurde zum 3. Mal der Oldenburger Bulle vergeben. Dieses Mal an Prof.Dr. Hans-Jürgen Appelrath, Vorstandsvorsitzender des Informatik-Instituts OFFIS. Appelrath hat das OFFIS zu einem sehr erfolgreichen und über Regional bekannten Unternehmen gemacht. Dadurch wurde Oldenburg zu einem wichtigen IT-Standort. Die Leistungen Appelraths haben dazu beigeragen, dass sich die Zusammenarbeit zwischen der Universität Oldenburg und der regionalen Wirtschaft gut entwickelt hat.