Entstehung des Internets

Entstehung und Verbreitung des Internets

Die frühen Anfänge

Die Entstehung des Internets begann in den frühen 1969er mit der Gründung der Network Working Group, die erstmals eine Protokollbeschreibung erschufen, welche den Namen ARPANET trug. Das ARPANET war anfangs ausschließlich für militärische Zwecke gedacht und wurde auch nur in diesem Umfeld eingesetzt. Später wurde das Internet auch den Universitäten zur Verfügung gestellt. Drei Jahre später entwickelte Ray Tomlinson das erste E-Mail Programm, welches eine vereinfachte Form einer einzelnen Datei war, die von einem Benutzer gelesen und an einen weiteren gesendet werden konnte.
1974 wird der Begriff des Internets das erste Mal in einer Spezifikation des TCP verwendet. Zwei Jahre darauf ist es durch das UUCP möglich, Dateien zwischen Computern übertragen zu können, insbesondere bei den Unix Betriebssystemen.

Das Netzwerk vergrößert sich

In der Mitte der achtziger Jahre, genauer im Jahr 1985, wurde die erste Domain der Welt mit der Bezeichnung nordu.net registriert. Im folgenden Jahr ist es erstmals durch das Internet-Backbone NSFN.net möglich, dass verschiedene Netzte miteinander kommunizieren können. Im Jahr 1987 wird die 27.000 Marke für vernetzte Rechneranschlüsse notiert und im darauf folgenden Jahr wird der erste deutsche Internetanschluss unter dem Projektnamen EUnet der Universität Darmstadt in Betrieb genommen. 1990 wurde das Internet erstmals für die kommerzielle Nutzung frei gegeben. Es stand somit nicht mehr nur noch den amerikanischen Streitkräften und den Universitäten zur Verfügung. Im selben Jahr wurde das militärische ARPANET, welches 1969 als erster Vorläufer des Internets entstand, außer Betrieb genommen.
 

Die Nutzerzahlen steigen rasant an

In der Mitte der Neunziger, genauer 1994, stieg die Zahl der kommerziellen Nutzer über die Zahl der wissenschaftlichen Nutzer an. Zu diesem Zeitpunkt waren rund drei Millionen Rechner mit dem Internet verbunden. Aufgrund dieses rasanten Wachstums der Internetnutzer entstand bald eine Knappheit der IP-Adressen und es wurde angefangen am dem IPv6-Protokoll zu arbeiten.
Schon drei Jahre später wuchs die Zahl der Internetnutzer von 1990 auf das Doppelte an. Es waren rund sechs Millionen Nutzer mit dem Internet verbunden.
Durch die rasante Verbreitung des Internets ergab sich auch eine hohe Prozentzahl an Spam-Quoten bei E-Mails (90 bis 95 Prozent).
Heutzutage sind schätzungsweise zwei Milliarden Rechner mit dem Internet verbunden. Nicht nur die kommerziellen Nutzer bedienen sich des Internets, sondern auch die militärischen Einrichtungen kommunizieren ausschließlich über das Internet.

Wirtschaftlichkeit des Internets

Dienstleistungs- und Warenwirtschaft

Aufgrund des stetigen Wachstums des Internets in den letzten Jahren durch private und kommerzielle Nutzer sowie Unternehmen, hat sich ein wirtschaftlicher Vorteil des Internets eingestellt. Durch diese Popularität bekamen Unternehmen, die Dienstleistungen oder Waren verkaufen, die Chance sich zu präsentieren und weltweit neue sowie bestehende Kunden anzusprechen.
Neue Produkte konnten international angeboten und so für Kunden zugänglich gemacht werden. So kann man heutzutage über einen Online Shop Waren aus Amerika oder Australien kaufen, wenn man den heimischen Rechner zum Beispiel in Deutschland hat.
Auch das Dienstleistungsgewerbe profitiert durch das Internet. Immer mehr Nutzer bedienen sich des Internets, in diesem Fall speziell Suchmaschinen, um den nächstgelegenen Zahnarzt oder die Autowerkstatt zu finden. Daher ist es für Unternehmen unverzichtbar sich im Internet attraktiv zu vermarkten, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, oder aber um sich von den Konkurrenten abzuheben.

Unternehmen

Neben der Dienstleistungs- und Warenwirtschaft ist das Internet eine wichtige Plattform für Firmen, um ihr Unternehmen vorzustellen. Jobangebote und Anmeldeverfahren sind meist elektronisch geregelt und stellen den Bewerbern relevante Details hierzu bereit. Man kann sagen, dass diese Internetfunktion eine direkte Konkurrenz zu den gedruckten Stellenangeboten in Zeitungen ist.
Mit dem Fortschritt des Internets entstanden auch neue Unternehmen, wie zum Beispiel die Singlebörsen, Soziale Netzwerke oder Wissensgemeinschaften. Hierbei gruppieren sich verschiedene Menschen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, z.B. ein Problem gemeinsam in einem Forum zu lösen oder soziale Kontakte zu knüpfen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Internet kleinen und mittelständigen Unternehmen die Chance gibt, sich zu präsentieren und neue Geschäftszweige zu eröffnen. Kommerzielle Kunden bekommen durch das Internet eine große Vielfalt von Angeboten und sozialen Möglichkeiten.

von Sabrina - Cynthia Schnabel

Quellen

  • PDF 02_-_Grundlagen.pdf Vorlesung Internet Technologien, Prof. Susanne Boll-Westermann, WS 2010/2011 Universität Oldenburg
  • PDF 1 Grundlagen.pdf Vorlesung Rechnernetze1, Prof. Wolfgang Kowalk, SoSe 2010