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Leyen-Rhetorik

Inhalt

  1. Allgemeines
  2. Untersuchung der Medienauftritte:
  3. Verwendung von Begriffen
  4. Fehlinformationen
  5. Fazit

Allgemeines:

In diesem Schriftstück soll die Rhetorik und Gestik von der ehemaligen Familienministerin Ursula von der Leyen untersucht werden. Hierbei werden genauer Wahlkampfreden von ihr auf die rhetorischen Stilmittel und die verwendete Gestik hin untersucht. Die Verwendung von Begriffen genauso wie ein Generalverdacht von allen Internetnutzern soll ebenfalls Bestandteil dieser Untersuchung sein.

Ein Abschließendes Fazit soll den Abschluss bilden und dem Leser bei Deutungen von Reden zu diesem Thema helfen.

Inhaltsverzeichnis

Untersuchung der Medienauftritte:

Hier werden zwei Wahlkampfreden von Frau Ursula von der Leyen auf Gestik und Rhetorik hin untersucht werden.

Allgemeiner Aufbau der Reden:

  1. Einleitung (Exordium)
  2. Erzählung (Narration)
  3. Beweisführung (Argumentation)
  4. Redeschluss (Peroration)

Das ist der Typische Aufbau einer Rede von Ursula von der Leyen.
Auffällig in ihren Reden ist jedoch, dass sie immer wieder die gleiche Rede hält

vergleiche Rede in
Sulzbach (Saar) am 17.08.09
und Wedel 31.08.09

Weiterhin sticht der sehr einfach gestaltete Aufbau ihrer Reden sehr hervor. Wie oben schon dargestellt hat sie sich bewusst für diesen Aufbau entschieden, da es sehr leicht ist ihr zu folgen. Weiterhin setzt sie sehr aktiv Geestiken ein um ihrer Rede Nachdruck zu ver"leyen".

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Rhetorische Stilmittel

Rhetorische Stilmittel setzt sie hingegen sehr gezielt ein.

So nutzt sie beispielsweise Hyperbeln wie "Weltpolizei", "ringen" oder "ächten" um den Zuhörern die Wichtigkeit ihres Themas nahezubringen.

Gezielt setzt sie Pronomina wie "wir", "Sie" oder "man" dafür ein, um dem Zuhörer zu suggerieren, dass er für die Aktionen anderer Verantwortlich ist und auch, dass er selbst etwas unternehmen muss. So wird "wir" häufig eingesetzt um ein vermeintliches Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen, wohingegen klar zu erkennen ist, dass "man" von Frau von der Leyen gezielt dafür ausgenutzt wird um eine Anonymität zu erzeugen. Betrachtet man sich die Reden von Frau von der Leyen, so erkennt man auch schnell, dass sie bei kritischen Bereichen, wie beispielsweise die Strafverfolgung der "Täter", immer das Personalpronomen "Sie" verwendet. Hiermit versucht sie klar den Zuhörer mit der Thematik zu konfrontieren und ihm zu vermitteln, dass er selbst in bestimmten Bereichen tätig werden muss.

Da Frau von der Leyen gerne darstellt, wie sehr sie sich gegen Kinderpornographie einsetzt, stellt sie immer wieder in den Vordergrund, dass andere Parteien und Organisationen versuchen die Gesetzesentwürfe zu verhindern. So wirft sie den Linken vor, dass sie einen Schlingerkurs in Sachen Kinderpornographie verfolgen und bei konkreter Konfrontation mit dem Thema auf "Tauchstation" gehen. Andere Parteien greift sie an, indem sie ihnen Vorwirft, dass die Gegner das Internet als rechtsfreien Raum sehen, wo das Recht der Informationsfreiheit mehr zählt, als das Recht auf Unversehrtheit eines Kindes. So nutzt sie die Verfassung dafür aus um ihrer Argumentation Nachdruck zu verleihen.

An dieser Stelle kann man gleich den nächsten Ansatzpunkt untersuchen, nämlich den Punkt, dass sie die Autorität von Institutionen ausnutzt. So spricht sie klar die Strafverfolgung durch die Polizei National, so wie International an, um dem Zuhörer die Tragweite des Problems zu veranschaulichen.

Video

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Gestiken

Frau von der Leyen setzt gezielt warnende Gestiken ein, um dem Zuhörer abermals die Brisanz der Thematik zu vermitteln. Eine sehr häufig verwendete Gestik ist das Vorbeugen auf das Rednerpult, was ein direktes Ansprechen suggerieren soll.

Weiterhin setzt sie den "Mahnenden Zeigefinger" immer ein um ihre Argumentation gegen Kinderpornographie zu unterstützen. Weiterhin wird mit nickenden Kopfbewegungen versucht eine Zustimmung zu diesem Thema zu erreichen, indem sie mit dieser Bewegung veranschaulichen will, dass sie in ihrer Argumentation recht hat.

Aufgrund der Vielzahl von Gestiken wurden hier nur die offensichtlichsten Gestiken untersucht.

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ZDF-Wahlstudio

Als Ergänzung zu den oben untersuchten Wahlkampfreden soll an dieser Stelle der Fernsehauftritt von Frau von der Leyen im ZDF-Wahlstudio untersucht werden.

Ein Weiteres Beispiel für die Redegewandtheit von Ursula von der Leyen ist im ZDF Wahlforum vom 15. September 2009 dargeboten.

Dem von einigen Internetnutzern ins Leben gerufene Spitzname "Zensursula" begegnet sie mit Sarkasmus und versucht hier mit Abwiegelungen abzulenken.

Auf gestellte Fragen geht sie nicht direkt ein, sondern versucht hier wieder mit Hyperbeln wie "bitteres" oder "schmerzhaften" von der eigentlichen Fragestellung auf eine, wie es scheint Auswendig gelernte Argumentation zu gelangen (vergleiche hierzu die bereits oben angesprochenen Reden).

Des Weiteren versucht sie Wiedersprüche gegen dieses Thema durch Zwischenreden und Unterbrechungen zu verhindern.

Sowohl die bereits untersuchte Gestik als auch die Pronomen verwendet sie hier wieder, um dem Zuhörer ein Gemeinschaftsgefühl zu übermitteln, was auch mit Beifall entlohnt wird. Ebenfalls nutzt sie wieder eine Mehrfachbeschreibung der Umgehung der Sperre um dem Zuhörer die Wichtigkeit und Richtigkeit der Stoppschildlösung zu vermitteln. Auch das Anführen von hohen Institutionen, wie den Europarat, Bundeskriminalamt oder die Internationale Polizei, bringt sie als Argumente vor um hier wieder dem Zuhörer abermals zu verdeutlichen, dass es sich hierbei um ein wichtiges, globales Thema handelt, mit dem sich alle Menschen befassen müssen und versucht hier wieder ein "Wir"-Gefühl zu vermitteln.

Eine Ausweitung der Internetsperre schließt sie mit den Worten " ...in so eine Diskussion kann man nicht mal eben so lax reingehen ..." und einer abfälligen Handbewegung aus und versucht auch hier wieder die Thematik der Ausweitung der Sperre abzuwehren.

Durch Formulierungen, wie "... dass das, was im Gesetz steht nur gesperrt wird, nicht mehr, aber auch nicht weniger ..." wird versucht von der Tatsache abzulenken, dass das Gesetz nicht "Anti-Kinderpornographie-Gesetz im Internet", sondern "Zugangserschwerungsgesetz" genannt wird, was wiederum freie Interpretationsmöglichkeiten zulässt.

Video

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Verwendung von Begriffen

Weiterhin ist in einigen Beiträgen von Frau von der Leyen zu erkennen, dass sie sich mit der Thematik und den Begriffen, die sie häufig verwendet, gar nicht auskennt. So verwendet sie beispielsweise das Wort "bloggen" und möchte damit ausdrücken, dass sie etwas "blocken" möchte.

Sehr bemerkenswert ist, dass sie es schafft einem Teil der Bevölkerung einzuimpfen, dass eine Löschung der Seiten nicht möglich sei, da sie sich im Ausland befinden würden, was ein "Stoppschild" rechtfertigen würde und die optimale Sperre wäre. Sie kriminalisiert in diesem Zusammenhang mehrmals den Großteil der Internetnutzer und stellt sie unter Generalverdacht eine Straftat zu begehen, da sie die Sperre umgehen können.

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Fehlinformationen

Frau von der Leyen bringt häufiger die Argumentation an, dass es für die deutsche Gesetzgebung im internationalen Zusammenspiel keine Möglichkeiten hat, etwas alleine zu beeinflussen. Weiterhin bringt sie andere Argumentationen, die nachweislich nicht korrekt sind, so wie die Fakten von ihr dargestellt werden. Hier ein paar Beispiele:

Aussage von Frau von der Leyen Realität
Ein Großteil der Server steht in Ländern, die Kinderpornographie nicht ächten! Hauptsächlich in afrikanischen Ländern oder in Indien. " ... In Indien gibt es seit 1973 Gesetze gegen Kinderpornographie, die 2006 und zu Beginn dieses Jahres massiv verschärft wurden. In einigen wenigen afrikanischen Staaten gibt es zwar tatsächlich kein Gesetz gegen Kinderpornographie – dies sind allerdings Staaten, die von Bürgerkrieg und Anarchie zerrüttet sind. Außerdem ist kein einziger Fall bekannt, bei dem kinderpornographisches Material ausgerechnet auf einem Server im Tschad oder im Kongo gehostet worden wäre. Im Gegenteil, ausführliche Analysen der Sperrlisten in anderen Ländern ergaben, dass 71% der fraglichen Server in den USA stehen, 7,6% in Australien, 6% in den Niederlanden und 5,8% in Deutschland – allesamt Länder mit rigiden Gesetzen gegen Kinderpornographie und der Möglichkeit, über Interpol gegen die Serverbetreiber aktiv vorzugehen. In Indien oder auf dem gesamten afrikanischen Kontinent ist übrigens keine einzige der Seiten gehostet, die auf den Sperrlisten vermerkt sind. ..."
Der Großteil der Kinderpornographie im Bereich des World-Wide-Web wird mittlerweile über kommerzielle Webseiten verbreitet. Und die Verantwortlichen sowie Täter nehmen monatlich Millionenbeträge ein. Bisher ist in keinem Land, was nach Aussagen von Frau von der Leyen erfolgreich Sperren einsetzt, ein Massenmarkt bekannt und somit auch keine Millionenumsätze. Ein Tausch von solchen Inhalten ist zwar über das Internet möglich, jedoch geschieht das eigentliche Tauschen immer noch außerhalb des Netzes.
Die derzeitige Diskussion um die Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten bezieht sich auf angebotene Webseiten, auf denen diese Inhalte gewerblich angeboten werden. Wie schon im Punkt davor, gibt es keinen bekannten Millionenmarkt und somit auch keinen kommerziellen Vertrieb über Webseiten. Ermittlungsbehörden sind keine Fälle bekannt, in denen der kommerzielle Vertrieb von Kinderpornos auf Sperrlisten auftaucht.
Sperrungen werden seit vielen Jahren erfolgreich in Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland, Italien, Großbritannien, der Schweiz, Neuseeland, Südkorea, Kanada und Taiwan durchgeführt, überwiegend auf der Grundlage freiwilliger Selbstverpflichtungen. Die Ermittlungsbehörden in den betreffenden Ländern bezeichnen den sogenannten Erfolg als einen großen Misserfolg, da durch die Gesetzeslage die Ermittlungen behindert werden. In den wenigsten Fällen ist von einem Erfolg zu reden, da wenn dann nur die speziellen Seiten gesperrt bzw. gelöscht wurden.
Die Bundesregierung strebt die Zusammenarbeit mit diesen Ländern an, um durch internationale Kooperationen zu möglichst effektiven Maßnahmen gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet zu gelangen und zu einem Austausch der gesperrten Seiten zu kommen. Dass das Internet für die Misshandlung von Kindern verantwortlich sein soll, ist vollkommener Unsinn. Kindesmisshandlungen gab es schon weit vor dem Internet, häufig sogar im der Familie der betroffenen Kinder. Das Internet kann für Aktionen, wie tauschen oder planen verwendet werden, aber ist dennoch nicht der ursachliche Grund für die Misshandlungen.

Diese und weitere Unwahrheiten von Frau von der Leyen sind unter folgenden Seiten zu finden:

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Fazit

Dieses und weitere Beispiele lassen den Schluss zu, dass Frau Ursula von der Leyen sich nicht ausreichend mit der Problematik des Internets auseinandergesetzt hat und mit "Hörensagen-Wissen" auf Wahlkampftour geht.

Ihr Halbwissen versucht sie mit medienwirksamen Diskussionen ohne Hintergrund zu verbergen, was bei einem Großteil der Bevölkerung auch funktioniert.

Zensursula on Tour - Video
Zensursula Stilmittel - Video
Zensursula Gestik - Video
Zensursula Wahlstudio - Video

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