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Museum of Drones
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Frühe Entwicklungen

Österreichische Ballons

Die ersten Aufzeichnungen von unbemannten Flugdrohnen stammen vom 22. August 1849. Damals schickten die Österreicher unbemannte Ballons, die mit Bomben ausgestattet waren, in den Himmel, um Venedig anzugreifen. Die Ballons waren mit isolierten Kupferdrähten mit einer galvanischen Batterie verbunden, die an der Küste platziert wurde. Auf diese Weise konnten die Bomben abgeworfen und gezündet werden. Alternativ dazu wurden einige Ballons mit Zeitzündern versehen. Einige Bomben explodierten wie geplant über Venedig, andere jedoch wurden wegen eines Wechsels der Windrichtung zurück über die österreichischen Linien geweht und richteten dort Schaden an.

Ein ähnliches Konzept ließ sich Charles Perley im Februar 1863 patentieren. Sein Heißluftballon trägt einen Korb, in dem die Bombe transportiert wird. Ein Zeitzünder lässt einen Hammer auf einen Scharnierstift schlagen, sodass sich der Korb öffnet und die Bombe hinabfällt. Das Herausschlagen des Stifts zündete gleichzeitig auch die Bombe.

Quellen

Erster Weltkrieg

Während und kurz nach dem ersten Weltkrieg wurden die ersten unbemannten Flugzeuge entwickelt. Diese wurden per Funk (radio controlled) gesteuert.
Im Sommer 1916 flog das von Elmer Sperry und Peter Cooper Hewitt entwickelte Hewitt-Sperry Automatic Airplane (auch: flying bomb) seinen ersten Flug. Dieses Flugzeug konnte auf einer vordefinierten Höhe einen vordefinierten Kurs fliegen und nach einer vordefinierten Distanz seine Flugtorpedos abwerfen. Auch die Flugtorpedos können als Drohnen angesehen werden, da sie einen gyroskopischen Stabilisierer, ein Gyroskop für die Einhaltung der Richtung, ein Aneroidbarometer um die Höhe zu regulieren, Servo-Motoren um die Ruder und Bremsklappen zu kontrollieren und ein Element um aus der Ferne zu schalten (Getriebe) besitzen.

Aus der "flying bomb" wurde dann später der "Kettering Bug" entwickelt, welcher 1918 seinen ersten Flug hatte. Da der Kettering Bug noch nicht fertig entwickelt war, bevor der erste Weltkrieg zu Ende war, ist dieser jedoch nie im ersten Weltkrieg zum Einsatz gekommen.

Quellen

Britische Drohnen

Neben den Amerikanern haben auch die Briten früh angefangen per Funk gesteuerte Flugzeuge zu entwickeln. Das erste war die LARYNX, die 1925 ihren ersten Flug hatte. Sie konnte eine Entfernung von ca. 300 Meilen mit einer Geschwindigkeit von 190 mph zurücklegen. Sie wurde entworfen um 250lbs Sprengstoff zu einem definierten Ziel zu transportieren.
Im Januar 1932 hatte die Queen Bee ihren ersten Flug. Sie war das erste unbemannte Flugzeug, das in großer Menge produziert worden ist. Dieses Flugzeug soll zu dem Namen "Drohne" geführt haben. Damit waren alle unbemannten Flugzeuge, die mit Funk gesteuert wurden gemeint.

Quellen

Zweiter Weltkrieg

Reginald Denny und das "Radioplane"

Reginal Denny entwarf funkgesteuerte Flugzeuge, um die Flugabwehr der US Army zu trainieren. 1935 präsentierte er die "RP-1" - seine erste Drohne. Bis 1941 entwickelte er seine Drohnen weiter bis zur "RP-5". Diese wurde in großen Mengen von der US Army und der US Navy gekauft und von der Army "OQ-2" und von der Navy "Target Drone Denny 1 (TDD-1)" genannt. Es war 137 Km/h schnell und konnte bis zu einer Höhe von 2.440 km fliegen (70 Minuten lang). Von der "OQ-2" wurden ca. 15000 Stück hergestellt.

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Lufttorpedos

Auch die US Navy hat während der 30ger Jahre funkgesteuerte Flugzeuge erforscht. Sie entwickelten die Drohne "N2C-2", die 1937 fertiggestellt wurde. Diese Drohne wurde von einem anderen Flugzeug des Typs "TG-2" aus ferngesteuert.
Die US Army Air Forces übernahm das Konzept 1939. Sie kauften zu ferngesteuerten Flugzeugen umgebaute Flugzeuge des Typs "Culver Cadet".
In die Drohne der Naval Aircraft Factory "Project Fox" wurde 1941 eine Kamera eingebaut, dessen Bild auf einem Bildschirm der "TG-2" gesehen werden konnte. Im April 1942 gelang es diesem Gespann einen Zerstörer aus 20 Meilen Entfernung vom TG-2 anzugreifen.Allerdings kamen insgesamt nur 50 Drohnen zum Einsatz. Vier gegen ein japanisches Händlerschiff vor den Russel Islands und die restlichen 46 vor den Solomon Islands.

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Aufklärungsdrohnen

In den 60ger Jahren sollten Drohnen von den Amerikanern als Aufklärungsdrohnen eingesetzt werden. Hierfür wurde an der Drohne "Ryan Model 147A (Fire Fly)" geforscht und diese weiterentwickelt. Die zweite Version der Fire Fly wurde von den Amerikanern eingesetzt um Kuba, Vietnam, China und Nordkorea auszuspionieren.

Quellen

Aufklärungsdrohnen

Den ersten Wettbewerb gab es 2004. Er wurde geplant seit 2002 von der DARPA und heißt "DARPA Grand Challenge". Hierbei soll das unbemannte Fahrzeug eine Strecke von 150 Meilen durch die Mojawe-Wüste bewältigen. Das erste Preisgeld betrug eine Millionen US-Dollar, allerdings hat kein Fahrzeug das Ziel erreicht.
2005 haben dann die ersten Fahrzeuge die Strecke bewältigt.

Die ELROB ist ein Wettbewerb bei dem drei verschiedene Arten von Szenarien mit unbemannten Robotern durchgeführt werden. Diese sind "Aufklärung", "Überwachung" und "Zielerfassung". Die ELROB wird geteilt in den militärischen und den zivilen Bereich.

  • militärischer Bereich:
  • Entwicklung von unbemannten Robotern im militärischen Bereich seit 2006 zweijährlich
  • ziviler Bereich:
  • Entwicklung von unbemannten Robotern in Sicherheitsbereichen, Feuerbrigaden, zivilem Schutz und Kontrolle von Desastern seit 2007 zweijährlich.

Beim RoboCup geht es hauptsächlich um das erforschen künstlicher Intelligenz und der Robotik. Das selbst gesteckte Ziel ist die menschlichen Fußballweltmeister spätestens 2050 mit entwickelten Robotern zu schlagen.

Durch diese Wettbewerbe wird die Forschung erheblich angekurbelt.

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