Gruppenarbeit Botgesetze

Die Robotergesetze wurden von Isaac Asimov in seiner Kurzgeschichte Runaround (1942) als "Grundregeln des Roboterdienstes" erstmals beschrieben. Sie bilden den Hintergrund der in Ich, der Roboter [IR56] gesammelten Science-Fiction-Erzählungen und prägen seither die Auffassung, was und wie ein Roboter sein sollte. Die von Asimov beschriebenen Roboter sind in ihrem Verhalten und ihren Entscheidungen an diese Gesetze gebunden.

Die Robotergesetze, welche der erfolgreiche Science-fiction-Schriftsteller Isaac Asimov erstmals 1942 in "Runaround" darstellte, prägen bis heute die Vorstellung der idealen Verhaltensweise von Robotern in Literatur und Realität. Die ursprünglichen Gesetze lauten:

  1. "Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.''
  2. "Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen , es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.''
  3. "Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.''
Diese Gesetze wurden 1985 in der "Robots and Empire" um das nullte Gesetz erweitert, welches nicht mehr den einzelnen Menschen, sondern die gesammte Menschheit als höchste zu schützende Instanz sieht:
  1. "Ein Roboter darf die Menschheit nicht verletzen oder durch Passivität zulassen, dass die Menschheit zu Schaden kommt.''
  2. "Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, außer er verstieße damit gegen das nullte Gesetz.''
  3. "Ein Roboter muss den Befehlen der Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum nullten oder ersten Gesetz.''
  4. "Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieses sein Handeln nicht dem nullten, ersten oder zweiten Gesetz widerspricht.''

Die Einführung des nullten Gesetzes verlangt von einem Roboter jedoch die Fähigkeit ab, abwägen zu können, ab wann der Schaden an der Menschheit das Verletzen eines einzelnen Menschen rechtfertigt. Diese nicht immer eindeutig "berechenbare" Entscheidung wird in der Literatur problematisiert, etwa in der Hollywoodproduktion "I, Robot'' (2004), in welcher der Schutzcharakter der Gesetzte erlischt, nachdem die zentrale Recheneinheit "V.I.K.I.'' die Menschheit entmündigen will, um sich vor sich selbst zu schützen und dabei auch den Schaden am Einzelnen in Kauf nimmt.

Auf Basis der Robotergesetze, welche den Kongressteilnehmern durch Filmausschnitte vermittelt wurden, sollten sich zwei Arbeitsgruppen getrennt voneinander Gesetze speziell für Bots in virtuellen Welten überlegen. Hierbei waren die Arbeitsgruppen nicht an die Asimov'schen Gesetze gebunden, sondern sollten diese lediglich als Ideenquelle nutzen. Zum Festhalten der Ergebnisse wurde den Gruppen jeweils ein leeres Plakat mit mehreren Filzstiften zur Verfügung gestellt.



Unterabschnitte