Ausblick

Es ist nicht einfach zu sagen, was die Zukunft bringen mag. Mit großer Sicherheit kann aber davon ausgegangen werden, dass die Bots uns Menschen immer ähnlicher werden. Diese Annahme kann aufgrund des Löbner-Preises getroffen werden, der zu dieser Entwicklung motiviert. Es ist aber nicht möglich einzuschätzen, wann ein Bot nicht mehr von einem Menschen zu unterscheiden ist.

Sicher ist, dass die virtuellen Bots nicht nur in der virtuellen Welt bleiben, sondern auf Hardware übertragen werden. Dies wurde in Ansätzen schon bei Pflegerobotern angewandt. Ausgehend davon kann man annehmen, dass diese Roboter mit der Zeit immer sozialer und menschlicher auf den Menschen wirken werden. Roboter, wie die Pflegeroboter, die den Menschen zur Hand gehen, werden garantiert akzeptiert. Wenn sie nun auch noch menschlicher werden, könnten sie noch eine größere Akzeptanz erreichen und dadurch im Alltag kaum noch wegdenkbar sein.

Weiter werden Roboter heutzutage schon im Krieg eingesetzt. In Zukunft könnten sie vielleicht autonom handeln. Dadurch würden Kriege zu reinen Materialschlachten.

Aber nicht nur durch ihre Portierung auf Hardware werden sie Aufgaben übernehmen und den Menschen unterstützen. So werden Bots schon heute zum Indexieren von Internetseiten eingesetzt. In Zukunft könnten sie mit solchen Eigenschaften auch Verwaltungsaufgaben und Kundenbetreuung in Firmen übernehmen oder Netzwerke verwalten und pflegen. Entweder handeln sie dabei autonom oder unterstützen User oder Angestellte bei ihren Arbeiten. Dies könnte Arbeiten automatisieren, vereinfachen und beschleunigen. Es ist dabei auch denkbar, dass die Bots als Hologramme dargestellt werden, um sie dem Menschen noch näher zu bringen. Diese Hologramme könnten dabei mit der Zeit als Selbstverständlich angesehen werden und somit als Teil der Gesellschaft gesehen werden.

Weiter könnten Bots zu vielseitigen Personal Assistents werden, die einen nicht nur bei der Arbeit unterstützen, sondern einen auch im alltäglichen Leben begleiten. Durch dieses ständige begleiten, könnten Bots zum Ersatz für Freunde oder gar Partner werden, denen man z.B. seine Probleme anvertraut oder eventuell sogar virtuellen Sex hat.

Ein bereits in der Entwicklung befindliches Szenario, ist das sogenannte virtuelle Haus. Es könnte in Zukunft so sein, dass das Haus nicht nur selbstständig den Herd abstellt und das Licht ausmacht, sondern dass es mit einem interagiert. So könnte es einen begrüßen wenn man das Haus betritt und einen beim Kochen unterstützen, indem es den Braten im Ofen überwacht.

Es ist jedoch nicht möglich einzuschätzen, wie lange diese Entwicklungen dauern werden. Vielleicht ist es morgen soweit, vielleicht wird das Ziel des menschlichen Bots nie erreicht. Inwieweit diese Entwicklungen positiv oder negativ zu bewerten sind, kann hier nicht beantwortet werden. Mit dieser Frage muss sich wohl jeder selbst auseinandersetzen (siehe dazu auch "Sind Bots sozial?").