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Wir die Gruppe „Arbeit und Bildung zur Zeit der Digitalisierung“ bestehen aus sieben Köpfe und haben uns mit der Thematik der Bildung und Arbeit im Zeitalter der Digitalisierung beschäftigt.

Die Thematik wurde in kleinere Unterpunkte geteilt und bearbeitet.

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Work-Life-Balance Früher

Das Leben ändert sich von Zeit zu Zeit, aber wie sah die Balance zwischen Arbeit und Beruf vor ca. 150 Jahren oder sogar nur 30 Jahren aus?

1870 hatte das Arbeitsleben den Vorrang. Von Privatleben war nicht viel zu sehen. Ca. 44% der Deutschen arbeiteten 57 Stunden pro Woche und hatten dann noch Zuhause mit ihrer Hausarbeit zu tun.[1] Es war schwierig seinen Job, die Hausarbeiten und seine Familie unter einem Hut zu bringen, denn Familie, Haushalt und Job wurden strikt getrennt.

Da es 1870 noch keine Elektrizität gab und daher auch keine Kühlschränke, Waschmaschinen, etc., die der Menschheit das Leben erleichterten, musste ein jede*R Frau/Mann nach der Arbeit noch eigenhändig am Bach waschen, fegen und irgendwie seine/ihre Familie mit Essen versorgen. Man hat sich über jede Minute Freizeit gefreut und nutzte sie sinnvoll, um sich weiterzubilden, mit der Familie und mit Freunden was zu unternehmen und sich zu entfalten.

Vor ca. 30 Jahren hingegen rückte das Privatleben mehr in den Vordergrund. Es arbeiteten zwar auch nur ca. 44% der Deutschenbevölkerung, aber durchschnittlich nur 30 Stunden die Woche.[1] Der Wunsch nach mehr Privatleben wurde erfüllt, aber der Wunsch brachte auch Probleme mit sich. Der technische Fortschritt machte die Hausarbeit schneller und einfacherer. Für Hausarbeiten, wie Wäsche waschen verbrachte man 1870 noch Stunden und 1990 schmiss man dann die Wäsche nur noch in die Waschmaschine. Die Menschen fingen an sich zu langweilen. Natürlich ist Freizeit wichtig, um Zeit für sich, die Familie und die Freunde zu haben, aber zu viel davon schien auch nicht gut zu sein. Man ging von der Arbeit und hatte danach auch keine Chance mehr, was für den nächsten Tag großartig vorzubereiten, geschweige denn vorzuarbeiten. Familie und Arbeit wurde 1990 immer noch stark getrennt, bis der erste Großkonzernen das Modell Home-Office umsetzte. IBM machte sich in den 90ern von der Anwesenheitspflicht frei und ermöglichte vielen Arbeitnehmern die Kombination von Familie und Job.[2] So hatte ein*E Arbeitnehmer*In die Chance was für die Arbeit zu tun, sobald die Erscheinung von Langerweile auftrat.

Work-Life-Balance Heute

Im Gegensatz zu damals soll es heute leichter sein, Privatleben und Beruf zu balancieren. Viele Firmen wie zum Beispiel Microsoft, bieten ihren Arbeitnehmern*Innen die Chance ihren Job von Zuhause aus auszuüben. Dieses Konzept nennt sich Home-Office. Dank der Digitalisierung ist es Arbeitnehmern*Innen nämlich gestattet auf bestimmte Systeme von Firmen per Notebook, Tablet oder Computer von Zuhause aus oder von unterwegs aus zuzugreifen. Grundvoraussetzung dafür ist eine vernünftige Internetverbindung. Denn ohne Internet kann man nicht auf die Server der Firma von außerhalb zugreifen. Natürlich muss der/die Arbeitgeber*In den Arbeitnehmern*Innen die Server vorher freigeben.

Aber Home-Office ist nicht für jeden etwas.

Familiär bringt Home-Office vielen Arbeitnehmern*Innen Vorteile wie Vereinfachung der Kinderbetreuung, da man jeder Zeit Zuhause ist, keine Fahrtwege und keine anstrengenden Kollegen*In, die einen ablenken können.[1] Auch Arbeitgeber*In können ihre Vorteile daraus ziehen, indem sie Geld durch wegfallende Büros und Energiekosten sparen.[2] Dennoch hat Home-Office nicht nur Vorteile.

Home-Office verpflichtet einen zur Selbstorganisation, Selbstdisziplin und Selbstmarketing. Sowas wie Hausarbeiten, Spielen, etc. sollte weiterhin hintenanstehen, wenn man gerade am Computer sitzen und arbeiten sollte. Denn trotz, dass der/die Chef*In einen nicht mehr direkt über die Schulter guckt, sollten die Aufgaben, die ein/eine Mitarbeiter*In bekommt, schnellst möglichst und vernünftig erledigt werden. Bei Home-Office kriegt der/die Chef*In es nämlich nur sehr schlecht mit, ob man arbeitet oder nur faulenzt. Er/Sie sieht letzten Endes nur das Ergebnis, das der/die Arbeitnehmer*In irgendwann überreichen muss. Daher stehen die Chancen eines beruflichen Aufstiegs schlechter, wenn man nicht im Büro arbeitet. Im Büro kriegt der/die Arbeitgeber*In es mit, wann der/die Arbeitnehmer*In arbeitet, wie er arbeitet und wie seine Anwesenheit und Arbeitseinstellung ist.

Des Weiteren steht man dank der Digitalisierung 24 Stunden 7 Tage die Woche auf Abruf.[1] Es ist egal, ob man unterwegs ist oder am Sonntag mit seiner Familie am Mittagstisch sitzt, wenn der/die Chef*In oder die Kollegen*Innen anrufen, dass es einen Notfall gibt, hat der/die Arbeitnehmer*In sofort am Computer, Tablet oder Notebook zu sitzen und den Fehler zu beheben.

Wie ist die Lage in Deutschland?

Ca. 25% der Deutschen möchten Home-Office betreiben, aber wirklich betreiben tun es nur ca. 11 % in Deutschland. Damit liegt Deutschland unter dem westeuropäischen Durchschnitt von 17%.[2]

In Deutschland gibt es auch nur wenige Großkonzerne, die den Arbeitnehmern das Home-Office ermöglichen möchten.

IBM und Yahoo waren zwei von ihnen. Yahoo verabschiedete sich wiederum 2013 vom Home-Office mit der Begründung „Bei Yahoo zu sein, das ist nicht nur ein Job, den man von Tag zu Tag erledigt. Es geht um eine Zusammenarbeit, die nur in unseren Büros möglich ist.“ (Marissa Mayer, 2013).

IBM zog Januar 2018 etwas nach. Dieser Konzern forderte etwa 2600 Mitarbeiter dazu auf wieder ins Büro zurückzukehren.[2] Ihrer Meinung nach ist es schwer eine Harmonie zwischen Leistungsstärke, Kosten und glückliche Mitarbeiter zu finden. Dies bezüglich wünschte IBM sich die Kontrolle zurück. Sie bieten ihren Arbeitern aber noch die Möglichkeit zumindest zum Teil von Zuhause aus zu arbeiten.

Microsoft hingegen ist ein Großkonzern, der seinen Mitarbeitern seit 2014 immer noch eine flexible Art des Arbeitens gibt. Sie stellen den Arbeitnehmer die Wahl von Zuhause auszuarbeiten oder im Büro. Microsoft bietet zwar keine festen Arbeitsplätze mehr, aber stellt Arbeitsbereiche für Einzelarbeiten, Gruppenarbeiten und Konferenzen zur Verfügung.[2]

Work-Life-Balance Zukunft

Der Wunsch eine vernünftige Work-Life-Balance zu haben, wird in der Zukunft nicht nachlassen. Mitarbeiter*Innen der Firma Fujitsu wünschen sich daher für die Zukunft eine künstliche Intelligenz als Assistent, wie sich bei einer Studie 2018 herausstellte. Laut 53 Prozent der Befragten, würde eine künstliche Intelligenz die Überstunden eines Mitarbeiters reduzieren und die Produktivität steigern. Eine künstliche Intelligenz könnte zum Beispiel die zusätzlichen Aufgaben eines Arbeitnehmers übernehmen. Diese beinhaltet unter anderem Bewerbungsgespräche oder auch die Beantwortung von Servicefragen.

Ein*e Arbeitnehmer*In sollte aber aufpassen nicht durch eine künstliche Intelligenz ersetzt zu werden. Wenn dieses geschehen sollte, hätte der/die Arbeitnehmer*In nur noch ein Privatleben, aber kein Arbeitsleben, solange er/sie keinen anderen Job hat.

Wenn er/sie dann zukünftig einen anderen Job hat, muss er/sie damit rechnen, dass nur noch von Zuhause gearbeitet wird. Das heißt, dass man nur noch eine Aufgabe mit einem Abgabedatum kriegt. Das könnte bei einigen Menschen zu Problemen führen. Trotz, dass dann der Wunsch der effektiven Vereinigung von Berufs- und Privatleben erfüllt ist, ist ein reines Home-Office nicht für jeden etwas. Es gibt Menschen, die ihre Arbeit dann erst 24 Stunden vor Abgabe erledigen werden, da sie sich so oft von der Familie und den Freunden ablenken lassen werden. Dann wird es noch Menschen geben, die ständig auf eine zeitliche Aufschiebung aus sind und dann wird es natürlich auch noch Menschen geben, welche die perfekte Work-Life-Balance für sich finden werden.

Natürlich werden nicht alle Berufe von Zuhause aus ausführbar sein. Arbeitnehmer*Innen wie Bauarbeiter oder Maurer werden weiterhin den größten Teil ihrer Arbeit auf einer Baustelle ausüben. Wiederum könnte sich die Zukunft dennoch auf ihre Work-Life-Balance auswirken, denn zumindest die Meister könnten ihre Bauplanung und Dokumentation zukünftig von Zuhause aus erledigen und würden so zumindest schon mal Fahrtzeiten sparen, die sie dann besser für ihr Privatleben nutzen können.

Bildung

Durch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung und die damit einherschreitende Veränderung der Arbeitswelt, muss sich die Bildung ebenfalls anpassen. So müssen Schülerinnen und Schüler von heute im Umgang mit digitalen Medien ausgebildet werden. So hat die Kultusministerkonferenz am 06.12.2016 eine Strategie beschlossen, wie sich das Bildungssystem von Schulen und Hochschulen verändern soll, um den wachsenden Anforderungen der digitalen Welt standhalten zu können.

Nach der Strategie der Kultusministerkonferenz zur Bildung in der digitalen Welt gibt es klare Unterschiede zwischen den Bildungsaufträgen von Hochschulen und Schulen.

So sollen Schülerinnen und Schüler angemessen auf das Leben in der derzeitigen und künftigen Gesellschaft vorbereitet werden um aktiv und verantwortlich am kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen (S.10). Da die Digitalisierung alle Lebensbereiche beeinflusst, sollte das Lernen mit und über digitale Medien und Werkzeuge bereits in der Primarstufe beginnen (S.11). Auf diese Art könne früh Kernkompetenzen entwickelt werden, welche eine kritische Reflexion über die digitale Welt ermöglichen.

Ziel der Kultusministerkonferenz sei es bis 2021 jedem Schüler und jeder Schülerin jederzeit Zugang zu digitalen Lernumgebungen und dem Internet zu gewährleisten, wenn jener Einsatz pädagogisch Sinnvoll ist.

Voraussetzung hierfür ist jedoch eine funktionierende Infrastruktur, die Klärung rechtlicher Fragen wie Datenschutz o.ä. sowie die Weiterentwicklung des Unterrichts und die entsprechende Qualifikation der Lehrkräfte.

Die Rollen der Lehrkraft entwickelt sich mit zunehmender Digitalisierung weiter, da durch immer einfacher verfügbares Wissen die Lernbegleitung in den Vordergrund rückt, wodurch Konzepte wie Digitale Lernumgebungen eine Neuausrichtung der bisherigen Unterrichtskonzepte zwingend erfordert.

Diese digitale Lernumgebungen bieten die Chance für in unabhängiger Zeit Taktung und physischer Anwesenheit zu lernen, wodurch den Schülerinnen und Schülern mehr Freiraum gegeben wird Selbstständig zu lernen und Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lernens zu übernehmen.

Die sich ständig erweiternde Verfügbarkeit von digitalen Bildungsinhalten ermöglicht zunehmend auch die Übernahme von Verantwortung zur Planung und Gestaltung der persönlichen Lernziele und Lernwege durch die Lernenden. Dadurch werden grundlegende Kompetenzen entwickelt, die für das an Bedeutung gewinnende lebenslange Lernen erforderlich sind.

ARBEIT IN DER BILDUNG

In der Arbeitswelt bedeutet Digitalisierung vor allem Vernetzung von einzelnen Prozessen. Alle Unternehmensdaten sind jetzt nicht nur in der Firma zentrale abrufbar, sondern überall, wo sie Handelspartner oder Mitarbeiter haben. Durch die Digitalisierung herrscht Bedarf an entsprechend qualifizierten Fachkräften und führt zur Arbeitslosigkeit von vielen.....

Um jedem Mensch auf seinem Lebensweg die gleichen Chancen zu bieten und damit eine gerechte Grundlage für unser Zusammenleben zu schaffen muss Bestmögliche Bildung für alle vorrausgesetz.Die digitalisierung verändert unterschiedliche Bereiche unsere Gesellschaft insbesondere die Bildung.

ARBEIT IN DER BILDUNG

Die Digitalisierung hat den Beruf von Lehrerinnen und Lehrern verändert.Die alte Lehrern, die Ihre ganzen Leben mit der traditionale Lehrmethode wie zum Beispiel Tapel,Großbücher und Hefte müssen jetzt lernen ,wie sie Ihre Schüler mit Tablets unterstützung könnten.Die sogenante Lehrer wissen aber auch nicht, wie Sie selber mit ein Tablet umgehen können und jetzt auch die Herrausforderung haben die Kinder das beizubringen und die damit die Wissen beibringen.Ausbildung und unterstützende Fortbildung werden gezielt und systematisch auf die Anforderungen in der digitalen Welt ausgerichtet und ausgeweitet. Wirksames Lernen erfordert eine hochwertige Grundlegung der Lehrerfortbildung; insbesondere werden neben den überfachlichen und fachbezogenen digitalen Kompetenzen die Fähigkeiten zur Kooperation und Schulentwicklung angelegt.Eine kontinuierliche Fortbildung werden vom Lehrkräfte erfordern ,um in digitale wandel zu lernen. Lehrkräfte müssen befähigt sein und über die Möglichkeiten verfügen, sich in schulinterner Fortbildung gegenseitig im Kollegium und in der regionalen Vernetzung austauschen, beraten, fortbilden und unterstützen. An der Austauschkultur sind neben Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern schulformspezifisch und in unterschiedlicher Ausprägung Eltern, Betriebe und außerschulische Partner zu beteiligen. Quelle: NRW 4.0: Leitbild, Lernen im Digitalen Wandel. These 5, Seite 26)

wir fragen uns, ob wir überhaupt noch Kreide in der Zukunft benötigen werden, weil in verschiedene Universitäten und Schulen immer mehr Beamer und Laptops verwendet werden, sogar in Mathe Vorlesungen. Als Beispiel für Digitale Schule können wir das Silicon Valley oder in Freiburg das humanistische Friedrich-Gymnasium betrachten. Da gibt es keine Klassenzimmer mehr, weil jeder für sich an Laptop oder Smartphone lernt.

Wird in der Zukunft noch Lehrer und Professoren benötigt?

Wenn ja, dann denke ich nur an virtuale Professoren, die einfach alle Vorlesungen online machen werden oder einfacher Videos machen und online posten.

Was die Mathevorlesungen betrifft ,schätzen wir ,dass die Digitalisierung den Kindern dümmer machen wird wegen des auswendigen Rechnen des Taschenrechner auf der Tablet.Sie werden keine Lust mehr haben ,das Kopfrechnen zu üben ,da sie schon alle Lösungen schnell bekommen können.

Außer Sie bekommen Speziale Tablets wie beim Tablets für Kinder mit Kindermodus,wo Sie nicht alle funktionen der Tablets zugreiffen können.

Andere Seite können wir auch merken ,dass die Kinder damit klüger werden können,weil alles so einfacher ist.Man kann verschiede Erklärung von einem Stoff oder verschiedene wege zum Lösen ein problem in verschiedene Fächbereiche bekommen.was schon Heute möglich ist.Man kann einfach auf Internet nachfragen und dann steht viele Lösungen zur verfügung.Aber das heißt nicht das Lehrer und Professoren nicht mehr benötigt werden in der Zukunft .Das Bildungssystem muss nur eine Fortbildung für Lehrer und Professoren einsetzen ,um Sie das beizubringen,was und wie Sie verbessern müssen,Damit Digitalisierung eher ein vorteil als nachteil für Sie und die Studierende und Schülern.

Ein Tablet allein macht aus einem, der ungern rechnet, jedenfalls noch kein Mathegenie. Jeder Lehrer muss sich fragen, wann der Einsatz der Technik sinnvoll ist und wo sie ihm Unterstützung und Mehrwert bietet.

Am FG in Freiburg bekamen nicht zuerst die Schüler ein Tablet, sondern alle Lehrer. Und Zeit, um zu testen, wie das fremde Gerät zu einer Art Co-Lehrer werden und den Unterricht bereichern kann. "Als nicht technikaffiner Lehrer vor einer Tablet-Klasse zu stehen ist eine Herausforderung", sagt Bronner. "Die Lehrer haben Angst, sich zu blamieren. Wir wollten, dass sie sich sicher fühlen." .Patrick Bronner, der Lehrer aus Freiburg.

Es wird qualifizierten Fachkräften Durch die Digitalisierung benötigt. Das gilt sowohl für das produzierende Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor. Mit zunehmender Verbreitung digitaler Erzeugnisse in unserem Alltag und der Steigerung ihrer gesellschaftlichen Relevanz wird allerdings auch grundlegendes Wissen über die neuen Technologien mehr und mehr zum Allgemeingut. Darauf müssen alle Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende, aber auch die arbeitende Bevölkerung bestmöglich vorbereitet werden. Und zwar mit folgenden Zielen:

1. Zur Entwicklung ihrer Beschäftigungsfähigkeit und damit ihrer Teilhabechancen am Arbeitsmarkt.

2. Zur Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit im Hinblick auch auf eine ökonomisch erfolgreiche Gestaltung des digitalen Wandels, bei der die Grundsätze von „guter und fairer Arbeit“ berücksichtigt werden.

3. Zur sozialen Teilhabe an einer digitalisierten Welt und damit zur Vermeidung einer digitalen Spaltung, damit eine individuelle Selbstbestimmung und ein sozialer Zusammenhalt in unsere Gesellschaft gewährleistet bleiben. Das gilt insbesondere auch für benachteiligte Gruppen, z.B. Menschen mit Behinderungen oder in schwieriger wirtschaftlicher und/oder sozialer Lage. Das bedeutet jedoch nicht, dass vermeintlich „altes“ Wissen bzw. Fähigkeiten und Fertigkeiten ausnahmslos verfallen. Ganz im Gegenteil. Es bleibt ein Kulturkampf,weil an den meisten Schulen immer noch nicht das WLAN lauft.

Klassenkampf wird digital

Die fortschreitende Digitalisierung von Prozessen in allen Bereichen muss sich zunehmend den Vorwurf gefallen lassen, dass sie für die Rationalisierung von Arbeitsplätzen verantwortlich sei und längerfristig eine höhere Arbeitslosigkeit zur Folge haben werde. Laut Hirsch-Kreinsen sei dies eine „Debatte, [die] alle Merkmale eines ‘Hypes’ auf[weise]“ (Hirsch-Kreinsen, 2015, S. 9). Grundsätzlich fänden “sich aber jenseits aller rhetorischen Übertreibungen durchaus überzeugende Argumente dafür, dass gegenwärtig ein technologischer Entwicklungsschub Platz greift, dessen strukturelle Konsequenzen bislang kaum absehbar sind” (ebd. S. 9f). Es könne laut Sabine Pfeiffer und Anne Suphan zu “weitreichende[n] Freisetzungseffekte[n] insbesondere routinierbarer Tätigkeiten und Berufe durch die Digitalisierung” kommen (ebd. S. 25 - vgl. auch S. 206-231).

Um aktuelle Entwicklungen zu beurteilen und eine Prognose für die Zukunft zu wagen, wirft man am besten einen Blick in die Vergangenheit. Hierbei stellt man fest, dass die Prozesse der ersten industriellen Revolution keineswegs zu einer langfristigen Massenarbeitslosigkeit geführt haben, sondern einen Wandel von einer agrarwirtschaftlichen zu eben jener in weitem Umfang industriell arbeitenden Gesellschaft ermöglichten. Gleichwohl hat dieser Wandel nicht zwangsläufig zu einer (gefühlten) Verbesserung der Lebensumstände der nun industriell arbeitenden Bevölkerungsteile geführt. Die erste industrielle Revolution und landwirtschaftliche Revolutionen des 18. Und 19. Jahrhunderts hatte dabei nicht die Befreiung von oder die Erleichterung körperlicher Arbeit zur Folge, die erst mit dem Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft für breite Bevölkerungsteile erfolgte. Stattdessen wurde das komplexe Anforderungsprofil der vorherrschenden Subsistenzwirtschaft durch spezialisierte Schritte im durch die industrielle Revolution ermöglichten Arbeitsprozessen ersetzt. Die Historie dieses Wandels zu betrachten ist ebenso wichtig, da sich zu diesem Zeitpunkt noch keine Rationalisierung, sondern eine explosionsartige Erweiterung des Arbeitsmarktes einstellte. Die neu entstandenen Berufe waren überwiegend singulär und dienten nicht der Ersetzung vorher bestehender Tätigkeiten. Erst die Kombination von der Informationstechnologie dieses zweiten Wandels gepaart mit der mechanischen Kraft, die die erste industrielle Revolution antrieb, führt zu der Frage nach der Zukunft des aktuellen Arbeitsmarktes.

Brynjolfsson und McAfee sehen in dieser Kombination Gründe dafür, dass die neu entstehenden Berufsfelder in ihrem Arbeitsplatzvolumen nicht mehr ausreichen, um den durch Rationalisierung entstandenen Verlust aufzuwiegen (vgl. 2014, S. 177ff.). Frey und Osborne sprechen von 47 Prozent gefährdeter Berufe innerhalb der nächsten zwanzig Jahre (vgl. 2013, S. 38ff.). Problematisch ist hierbei vor allem, dass nicht die Berufe mit einem niedrigen Qualifikationsniveau besonders gefährdet zu sein scheinen, sondern die für die ein mittleren Bildungsniveau benötigt wird. Es sei zu erwarten, “dass in Berufen mit mittlerem Qualifikationsniveau die wachsende Automatisierung und Rationalisierung zu deren Wegfall führen würde” (Schneider, 2018, S. 292). Viele Arbeitsschritte heutzutage komplexerer Berufe lassen sich beispielsweise mit Hilfe von Informationstechnologie automatisieren: Bestellen und Bezahlen in Restaurants, Fertigung von passenden Werkstücken im Handwerk, Bestellungen im Einzelhandel oder in der Industrie. Der Bedarf an dort eingesetzten Fachkräften wird also sinken. Gleichwohl wird der Bedarf in anderen Branchen natürlich steigen. So erfordern mehr automatisierte Prozesse natürlich auch mehr Design, Programmierung, Wartung, etc...

Zudem werden in Zukunft wie nach vergangenen technologischen Revolutionen auch neue Berufsfelder entstehen. Die Frage bleibt nur, ob diese Entwicklungen und Erweiterungen der Möglichkeiten auf der einen Seite, die Verknappungen auf der anderen Seite aufwiegen können.

 Es erscheint nur logisch, dass die Konkurrenz der Arbeitnehmer*Innen um die geringer werdende Anzahl potentieller Arbeitsplätze mit der Verknappung des Angebots steigt und sich mehr und mehr zu einem Kampf entwickeln könnte, bedenkt man, dass ein langfristiges Arbeitsverhältnis die sicherste Existenzgrundlage unserer Zeit bildet. Dies hätte bei stagnierenden Systemen der sozialen Absicherung eine dramatische Verschärfung des Konkurrenzdrucks zur Folge, dass einerseits in einer starken Fluktuation von Arbeitnehmern zur Folge haben kann oder in einer festen Zwei-Klassen-Gesellschaft von arbeitender und nicht-arbeitender Bevölkerung endet.

Eine langfristige Verknappung von Jobangeboten, gepaart mit einem erhöhten Konkurrenzdruck und der damit einhergehenden höheren Belastung im Allgemeinen, führt zur Frage, wo die Belastungsgrenze für Arbeitnehmer überhaupt liegt. So schreibt der Sozialwissenschaftler Andreas Boes: “Die digitale Transformation markiert einen grundlegenden Umbruch für die Organisation von Arbeit – historisch vergleichbar mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert.” (Boes et al., 2018, S.11).

Hauptfaktor der Revolution sei, dass es mithilfe von Informationstechnologie möglich ist nun nicht mehr nur physische Prozesse in automatisierbare Einzelschritte zu zerlegen, wie es bei der Industrialisierung der Fall gewesen ist, sondern auch „die Kopfarbeit systematisch und rational zu organisieren“ (ebd. S. 205). Durch diese Zerlegung wird diese Form von Arbeit quantifizierbar und ihre Effektivität für andere nachvollziehbar. Zudem wird die benötigte Expertise jener, die die etwaigen Schritte ausführen, auf einen kleineren Bereich eingegrenzt, sodass sich der wahrgenommene Druck der Arbeitnehmer*Innen durch diese Spezialisierung weiter erhöht, da sie nur noch an der Effektivität einiger weniger Schritte gemessen werden. Eine zyklische Rotation von Arbeitnehmer*Innen könnte demnach in Zukunft nicht nur ein Hebel der Arbeitgeber*Innen sein, die Forderungen ihres Personals verstummen zu lassen, sondern eine physische und psychische Notwendigkeit darstellen, da die betroffenen Arbeitnehmer*Innen Erholungszeiten von diesem digitalen Akkord benötigen.

Nach marxistischer Theorie führt ein längerfristiges Ungleichgewicht zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen - in diesem Fall: Der immer größeren Arbeitsbelastung des einzelnen ohne Notwendigkeit für die Subsistenz, da Nahrungsmittel, Bedarfsgüter, etc. automatisch produziert werden können - zu einer Revolution und damit einer Neuordnung der Verhältnisse. Die künstliche Verknappung dieser Güter z.B. durch geplante Obsoleszenz ist auch heute schon ein Indiz für ein Missverhältnis.

Gleichwohl ist anzunehmen, dass sich ein dauerhafter Zustand des Akkords – wie auch schon nach der ersten industriellen Revolution – zumindest in ökonomisch starken Ländern oder Produktionsstandorten nicht halten wird. Jedes Wirtschaftssystem wird einsehen müssen, dass es ohne nachhaltig belastbare Arbeitskräfte nicht dauerhaft bestehen können wird, „denn ohne die Menschen und deren aktive Beteiligung wird die sich abzeichnende Neugestaltung der Arbeitswelt im Zuge der digitalen Transformation kaum erfolgreich sein“ (ebd., S. 209). Wenngleich viele Visionen auch in die entferntere Zukunft gerichtet sind, in denen eine Gesellschaft mit vollständigen automatisierten Produktionsstätten und sich gegenseitig wartenden Robotern fingiert wird, wird sich – sofern diese Vision überhaupt je zutrifft – eine Umbruchphase nicht vermeiden lassen, die mit Sicherheit mehr als eine Generation, vielleicht sogar länger als ein Menschenleben dauern wird. Bis dahin „wird eine gesellschaftliche Leitorientierung [gebraucht], die die Menschen und ihre Rolle in der digitalen Transformation zentral stellt“ (ebd.).” Es erscheint vor allem aus ethischer Perspektive relevant, dass diese Rolle nicht ausbeuterischer Natur sein darf. Eine Frage wird die Anpassung der Sozialsysteme und der Bildung an die neuen Gegebenheiten bleiben, die viel zum Gelingen dieser Transformation beitragen können.

Social Media

Soziale Medien haben großen Auswirkungen auf weite Teile unserer Gesellschaft, damit beeinflussen diese auch unsere Arbeit. Die Bedeutung von Facebook, Twitter und Co nimmt immer weiter zu. In einer Umfrage der ibi research an der Universität Regensburg GmbH haben rund 80% der Befragten angegeben, dass die Nutzung von sozialen Netzwerken zu einem veränderten Verhalten im Arbeitsalltag führen.

Es wird keine klare Grenze zwischen Arbeit und Privatleben gezogen. Geschäftskontakte und Kollegennen stellen Freundschaftsanfragen über soziale Netzwerke, die überwiegend privat genutzt werden. Dem Arbeitnehmer wird es schwerfallen dem Vorgesetzten eine Absage zu einer Freundschaftsanfrage zu erteilen. Er muss befürchten, dass seine Handlungen über die sozialen Netzwerke auch Auswirkungen auf seine Arbeit haben. Aus Sicht des Arbeitgebers muss dieser fürchten, dass der Beschäftigte möglicherweise Mitteilungen veröffentlicht, welche den Ruf der Unternehmung schädigen könnten. Eine Verbindung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen ist meist schnell gezogen, besonders dann, wenn das Facebook-Konto auch dienstlich verwendet wird.

„Soziale Medien haben das Potenzial, Unternehmen zu öffnen. Wo früher der Pressesprecher oder die Marketingchefin mit dem Geschäftsführer darüber entschieden hat, wann und in welchem Kanal eine Botschaft auftaucht, sind Mitarbeiter heute Teil der externen Kommunikatio“ (Helferich, 2017, S. 14).

Es genügt schon auf diesen Gemeinschaftsportalen registriert zu sein. Auf einen Blick verrät Facebook viele private Informationen auf einem Profil, welche für jedermann öffentlich zugänglich sind.

Gerade durch die Verflechtungen zwischen Arbeit und Privatleben ändert sich auch der Umgangston auf der Arbeit. Es wird immer selbstverständlicher unter den Kollegen per Du zu sein. Dies kann durchaus positive Aspekte auf der Arbeit einbringen. Aus demselben Grund werden Teambuilding-Maßnahmen auch attraktiver. Ein lockererer Umgangston kann die Stimmung unter Kollegen deutlich anheben und die Arbeitsatmosphäre verbessern.

Auch während der Arbeit scheint die Nutzung der sozialen Medien längst nicht mehr unüblich zu sein. Während der Pause wird die Zeit, anstatt mit Kollegen zu reden, damit verwendet sich am Smartphone zu beschäftigen. Ein Großteil der Kommunikation läuft elektronisch ab, selbst wenn sich die Büros nebeneinander befinden.

Neben den Entwicklungen in der Arbeit, öffnen soziale Medien den Weg für neue Berufsfelder wie zum Beispiel den digitalen Bestatter. Dieser kümmert sich um den gesamten digitalen Nachlass einer verstorbenen Person. Darunter fällt die Auflösung sämtlicher Verträge die über Online-Konten abgeschlossen worden sind oder die Umstellung von Profilen in sozialen Netzwerken. Der digitale Nachlass ist für Hinterbliebene schwer nachzuvollziehen und wenn nicht eingegriffen wird, bleibt dieser meist weiterhin bestehen. Deshalb wird dieser Beruf in naher Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Kommunikation

Digitalisierung beschreibt in erster Linie die Automatisierung von Prozessen als digitale Transformation. Mensch und Maschine sind dabei so untereinander vernetzt, dass in Echtzeit eine grenzenlose Kommunikation gegeben ist. Aus diesem Grund hat sich unser Kommunikationsverhalten grundlegend geändert.

„Auf kommunikativer Ebene kann man zwischen realer und virtueller Welt immer weniger unterscheiden“ (Helferich, 2017, S.8). Unternehmen können die Kommunikation über diese virtuelle Welt nutzen, um sich mit Lieferant und Kunde besser zu vernetzen. Die Vereinfachung steht dabei im Mittelpunkt.

Dabei werden analoge Inhalte in digitaler Form überführt. Gemeint ist damit die Umstellung von Rechnungen und Lieferscheinen hin zu digitalen Dokumenten. Mit Erfassung dieser Daten kann der Prozess der Auftragserfassung in einer automatischen Abwicklung realisiert werden.

Auch die Anforderungen der Kunden haben sich hinsichtlich Kommunikation geändert. Der Kontakt zum Unternehmen soll so schnell und unkompliziert wie möglich erfolgen. Dabei wird auch eine ständige Verfügbarkeit erwartet. Kunden wollen in den Prozess der Auftragsabwicklung mit eingebunden und informiert sein. Unter anderen ist damit die Verfolgung der Bestellung vom Lager bis hin zum Kunden gemeint. Dadurch kann eine transparente Darstellung der Auftragslage sich als vorteilhaft für das Unternehmen ergeben.

Einleitung

Durch die Digitalisierung hat sich viel auf der Welt geändert. Das vernetzt sein auf dem Internationalen Markt ist die eine Seite, die andere die Automatisierung, in einigen Branchen. Die Autoindustrie ist ein fortschreitendes Beispiel, denn die meisten Kraftfahrzeuge werden größtenteils automatisiert hergestellt. Japan hat die größte Robotordichte weltweit und viele Hersteller ziehen nach. Was für die Unternehmen als kostengünstig angesehen wird, wird für die normalen Arbeiter*Innen teuer enden. Sobald die Arbeitsschritte autonom ablaufen, werden die Arbeiter*In nicht mehr gebraucht und mehr als die Hälfte verliert ihren Job. Jedoch entstehen auch neue Branchen durch die Digitalisierung. Entwicklungs- und Schwellenländer haben die Möglichkeit sich weiter zu entwickeln. Sie können auf dem globalen Markt agil mitwirken, sowohl als Käufer*In, als auch Verkäufer*In. Die Weltrangliste der am weitesten digitalisierte Länder zeigt, dass Schwellenländer die größte Digitalisierungsdichte besitzen. Die Industrieländer schneiden im Ranking schlechter ab als gedacht.

Digitalisierung in Entwicklungs- und Schwellenländer

Entwicklungs- und Schwellenländer rückten in der Anfangsphase der Globalisierung in den Fokus der Industriestaaten. Sie waren in einigen Bereichen für Unternehmen mehr im Vorteil, als Industriestaaten, denn die Arbeitskräfte waren günstiger für Unternehmen, wodurch sie bei den Löhnen eine Menge sparen konnte. Dazu kommt noch, dass Ressourcen und Grundstücke viel günstiger waren. Unternehmen konnten durch Industriestaaten nur in einigen Punkten profitieren, zu denen gehören Know-How, Innovation und Kapital. Die Produktion in Industrieländern stattfinden zu lassen würde den Unternehmen schaden, da sie hohe Geldsummen an qualifizierte Fachkräfte, für Ressourcen und Grundstücke bezahlen müssten. Aus diesem Grund haben Unternehmen angefangen ihre Produktionen in Entwicklungs- und Schwellenländer durchzuführen. Vor der Digitalisierung lebten Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländer unter ausbeuterischen und schlechteren Konditionen. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung in Afrika sind online vernetzt und der großteil der Bevölkerung hatten

keinen Kontozugriff geschweige denn ein Konto. Durch die Technologie und die Digitalisierung wurde im Jahr 2007 ein Bezahlsystem Namens M-Pesa auf den afrikanischen Markt gebracht. Die Menschen können ihre Mobiltelefone mit Guthaben aufladen - wie wir das von Prepaid Karten kennen – und damit in Geschäften bezahlen oder Überweisungen tätigen. Damit wurden Banken überflüssig und Menschen ohne Konten haben eine schnelle und einfache Möglichkeit bekommen, Geld zu verschicken oder zu erhalten.

In Afrika verdienen die meisten Menschen, durch landwirtschaftliche Tätigkeiten ihren Unterhalt. Junge Start-Ups entwickelten für die Bauer*Innen eine Anwendung, die es den Bauer*Innen ermöglichen soll, seinen Hof besser zu organisieren. Man solle mit der App die Anzahl des Viehes und den Marktwert auf einzelnen Märkten vergleichen können. Damit würden die Bauer*Innen ihr Vieh für genung Geld verkaufen.

Die Globalisierung und Digitalisierung verbinden Kontinente, um viele Geschäfte abzuwickeln und eins davon handelt, um ein Geschäft zwischen einem Schreiner aus Südafrika, welcher seine Finger bei einem Arbeitsunfall verlor und einen Marionettenhersteller aus Kanada, der dem Schreiner Finger produzierte. Mittlerweile haben die beiden ein gemeinsames Projekt. Die Menschen in Billiglohnländer können ihre Behinderung nicht mit Hilfsmitteln dämpfen, da ihnen das Geld dafür fehlt. Mit dem Projekt wollen sie, denen helfen, die sich selbst nicht mehr helfen können. Sie erstellen mit einem 3-D Drucker kostengünstige Dinge, um es für diese Leute zur Verfügung zu stellen.

Das Potenzial der Entwicklungsländer wächst und wächst, das haben auch die internationalen Investor*Innen gemerkt. Innovationen seien schneller in Entwicklungsländer durchzusetzen, da der Markt nicht gesättigt sei. Es wird versucht kleinere Unternehmen mit Investor*In zusammenzubringen, um der einen Seite einen Auftrieb zu versprechen und der anderen Seite längerfristige Renditen. Das würde sich positiv auf beide Parteien auswirken, jedoch ist es wichtig, dass der Staat der Entwicklungsländer einen institutionellen Rahmen für die Digitalisierung erschaffen.

Digitalisierung Weltweit

Die Digitalisierung wird als Wachstumsmotor bezeichnet und diesen Namen ist sie gerecht, denn allein in Deutschland sah man im Jahr 2012 schwarze Zahlen. Es wurden durch die Informations- und Kommunikationstechnologien etwa 145 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Auf dem globalen Markt sah man ebenfalls schwarze Zahlen, denn vier der fünf größten Unternehmen trugen viel zur Revolution des Marktes bei. Zu den größten Unternehmen gehören, Apple, die das Smartphone vor rund zehn Jahren massenmarkttauglich gemacht haben und den mobile device Markt revolutionierten. Microsoft machte es mögliche, dass nahezu jedes Individuum einen Personal Computer Zugang hat. Durch Alphabets Google ist das nutzen vom Internet viel leichter und undenkbar es nicht zu nutzen, denn die Suchmaschine hat sich auch in unseren Alltag eingenistet. Die Tatsache, dass „googlen“ im Duden steht zeigt, dass wir ohne Google keine Internetnutzung so genießen könnten, wie jetzt. Google bietet nicht nur den Suchmaschinendienst, sondern auch viele weitere, wie z.B. eine eigene Cloud (Google-Drive), Google Maps, YouTube und viele weiter Dienste. Den Einzelhandel konnte Amazon revolutionieren, denn Amazon bietet auf der Plattform nahezu alles an, was man sich legal zusenden lassen kann. Nicht nur Unternehmen können ihre Artikel verkaufen, sondern auch private. Amazon hat nicht nur die Verkaufsplattform, sondern auch einen eigenen Musikdienst, eine Videoplattform und vieles mehr. Vor zehn Jahren konnte nur Microsoft sich auf die top zehn im MSCI-World-Market-Index behaupten. Im Index befinden sich 23 Industrieländer aus der ganzen Welt, deren Unternehmen beobachtet werden. Mittlerweile sind Apple, Google, Facebook und Amazon mit in der top zehn, da kann man sehen, dass die Digitalisierung in den letzten zehn Jahren für einen gewaltigen Aufschwung gesorgt hat. Auch im MSCI-Emerging-Market-Index, die 24 Länder der Welt, welche als Schwellenländer eingestuft wurden betrachtet, sieht man, dass die Digitalisierung in den letzten zehn Jahren in den Unternehmen auch da viel Einfluss hatte. In der Rangliste befanden sich nur zwei Unternehmen in Sachen Informationstechnologie unzwar Samsung und Semiconductor. Inzwischen sieht die Rangliste, wie bei dem World-Market-Index so aus, dass in der top zehn davon sechs aus dem IT-Bereich stammen. In die Top zehn Rangliste sind zwei, die zu den größten Börsenunternehmen gehören hinzugekommen. Der zehnte der „Forbes“ Liste, einmal Tencent und der zwölfte auf der Liste Alibaba. Der IT-Sektor im Emerging-Market-Index ist ausgeprägter, als der vom World- Market-Index. Der Anteil an IT im Emerging-Market beträgt 28%, das sind 12% mehr als vom World-Market.

Digitalisierung Ranking

Regelmäßige werden verschiedene Länder nach ihren digitalen Fortschritten bewertet und in einem Ranking System aufgelistet. den fünften Platz teilen sich zwei Länder. Einmal USA und die Schweiz. In den USA befinden sich die Hauptsitze der sieben von zehn größten IT-Unternehmen der Welt und haben im Index 76 Punkte sammeln können. Trotz der Größe des Landes, hat die Schweiz die größten Datenzentren in ganz Europa. Niederlande ist im Ranking auf Platz 4 gelandet. Die Internetanschlüsse in den Niederlanden liegen fast 20% (insgesamt 96%) über dem europäischen Durchschnitt (78%) und die Internetgeschwindigkeiten sind dementsprechend auch höher. Platz 3 teilen sich gleich drei Länder. Finnland, Norwegen und Schweden. Finnland besitzt eine sehr stark ausgebaute IT-Infrastruktur und wichtiges Know-how und gehören zu den besten in vielen Bereichen in Sachen Digitalisierung, wie z.B. in der Medizin (Verlinkung MIT). Norwegen hat in Gebieten wie Gesundheitswesen und Energie sehr weit die Nase vorne. Stockholm (in Schweden) gehört zu den bedeutsamsten Standorten, was Digitalisierung betrifft. Auf den zweiten Platz konnte sich Japan erkämpfen. Sie setzen schon lange auf die Digitalisierung, das sieht man auch in den Fabriken in der Autoindustrie, sie haben die Größte Robotordichte in der Produktion, wie kein anderes Land auf der Welt. Den ersten Platz teilen sich auch zwei Länder. Singapur und Südkorea. In den verschiedensten Bereichen der Digitalisierung ist Singapur Marktführer. Dazu kommt hinzu, dass sie im Land die höchste Mobilfunk-Nutzungsdichte der Welt haben. Südkorea hingegen hat die größten und wichtigsten Smartphone Hersteller im Lande, die dank der Digitalisierung im Land viel beisteuern. Die Haushalte in Südkorea sind zu 90% mit Breitbandinternet abgedeckt, was dazu führt, dass fast jeder schnelles Internet abrufen kann. Die Kehrseite von dieser Entwicklung ist leider, dass es in Südkorea mehr als 140 Internetsuchtzentren und weitere Entzugskliniken eingerichtete werden musste, um die Menschen von der Internetsucht zu retten.

Deutschland befindet sich im weltweiten Ranking im Bereich der Digitalisierung auf dem 13. Platz, hinter einige Schwellenländer, die die Chance der Digitalisierung besser genutzt haben. Der Grund für den relativ mageren Platz in der Liste, soll die Studie zu Deutschlands Digitalisierungsstufe erklären. 12 Faktoren waren für das Ranking wichtig und ergaben, dass Deutschlands Bundesländer sehr unterschiedlich sind, was die Digitalisierung angeht. Die zehn digitalisiertesten Städte in Deutschland befinden sich alle im Süden. Die ersten drei Ränge gehen an das Bundesland Bayern und Platz sechs bis zehn an Baden-Württemberg. Je tiefer man in der Liste versinkt, desto höher kommt man höher im Geographischen. Dabei sind die Breitbandanschlüsse irrelevant, denn es gibt Regionen in denen Breitband nicht soweit verbreitet ist, dennoch die Digitalisierung große Chancen haben und es gibt Regionen, die das Breitbandinternet weit verbreitet haben, jedoch in der Digitalisierung nicht gut abschneiden. Daher lässt sich schließen, dass die Landkreise mit guter Abdeckung ihre Chancen nicht nutzen und dass die Landkreise mit schlechter Abdeckung, das beste aus ihrer Situation machen. Die Studie zeigt, dass die Digitalisierung da stark geprägt ist, wo das größte Know-How in einer kleinen Fläche ist. Die im Ranking letzten Plätze befinden sich im östlichen Raum Deutschlands.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz kurz KI ist ein großer Fortschritt in die Zukunft. Viele Unternehmen haben das Potenzial erkannt und versuchen die künstliche Intelligenz für ihr Bereich anzueignen. Auf einem Kongress zeigte Google die Zukunft von Smart-Assistent, die Google Duplex. Die künstliche Intelligenz ruft für die Person bei einem Friseursalon an und macht einen Termin. Diese Art von Digitalisierung zeigt, dass nicht nur Maschinen arbeiten können, sondern auch Interaktionen tätigen können. Smartphone-Hersteller, wie Huawei setzen auch auf die künstliche Intelligenz. Sie implementieren in den Prozessoren eine künstliche Intelligenz, die von Nutzung zu Nutzung mehr von den Besitzer*In lernt und die Ressourcen dementsprechend zur Verfügung stellt. Wenn die Entwicklung auf dem globalen Markt weiter voranschreitet, dann könnten die Maschinen nicht nur autonom arbeiten, sondern auch mit der Zeit lernen, effizienter zu sein. Diese Entwicklung könnte Fluch und Segen zugleich sein. Für die Unternehmen wäre es ein Segen, da sie die Produktionen noch effizienter gestalten können und das mit nicht viel mehr Aufwand. Fluch wäre es, wenn es für jede Menge Unternehmen lukrativer wäre künstliche Intelligenz eher zu nutzen, als menschliche Fachkräfte arbeiten zu lassen. Damit könnte die Arbeitslosenquote ansteigen. Jedoch könnten auch neue Arbeitsfelder sich ergeben. Viele Wissenschaftler und Unternehmer sehen die künstliche Intelligenz als zu große Gefahr für die Welt an. Doch gibt es auch viele Wissenschaftler und Unternehmen, die die Chancen für die ganzen Branchen sehen und in künstliche Intelligenz investieren. Auch bei Googles Duplex waren die Reaktionen in zwei geteilt, die eine Seite findet es faszinierend, wie eine „Maschine“ solche Interaktionen tätigen kann und die andere Seite war nicht davon begeistert, sondern eher abgeschreckt, was noch auf die Menschheit zu kommen könnte.

Facebook versucht künstliche Intelligenz Werkzeuge zu implementieren, um Facebook frei von gewalttätigen Bildern und Videos zu machen. Zurzeit machen es Hilfskräfte aus Billiglohnländern, die sich die gewalttätigen Inhalte anschauen und aus Facebook entfernen, nebenbei füllen sie Datenbaken auf und trainieren die künstliche Intelligenz, um sich später selbst arbeitsüberflüssig zu machen. Die Entwicklung in Billiglohnländer sieht demnach so aus, dass die Unternehmen künstliche Intelligenz und Werkzeuge/Software den Arbeitern in die Hand legen, damit sie von ihnen lernen können und die Arbeitskräfte überflüssig machen. Dieser Fortschritt in der Digitalisierung würde den bisherigen Fortschritt der Digitalisierung in Schwellen- und Entwicklungsländern zunichtemachen, denn die Digitalisierung war ein großer Faktor in den Billiglohnländern, sie hilft den Menschen und bringt neue Arbeitsmöglichkeiten mit, doch wenn die künstliche Intelligenz in vielen Branchen eingesetzt werden, hätten die Arbeiter nur noch kurzfristige Jobs.


Entwicklung des Arbeitsmarktes

Einleitung

Die fortschreitende Digitalisierung von Prozessen und Arbeitsabläufen beeinflusst bereits heute unser tägliches Handeln so etwa die Art unserer Kommunikation und unseres sozialen Umgangs, insbesondere aber auch die Funktionsweise unseres Wirtschaftens und Arbeitens. Spekuliert und diskutiert wird diese künftig in Zusammenhang über zahlreiche mögliche, kurz wie langfristige Folgen. Ein zentraler Aspekt sind wachsende Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt, welche sich unter anderem in der Lohnspreizung sowohl am unteren als auch am oberen Rand der Lohnverteilung ausdrücken, aber auch in der Dualisierung des Arbeitsmarktes via atypischer oder prekärer Beschäftigung, in der Ersetzbarkeit menschlicher Arbeit durch Roboter und Maschinen sowie in neu entstehenden Arbeitsformen in der sogenannten Plattform-Ökonomie.

Auswirkungen von Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt

Diese Entwicklungen deuten an, dass der sektorale Strukturwandel bei der Erwerbstätigkeit auch durch die Digitalisierung weitere Impulse bekommen wird. Veränderte Organisationsformen in der industriellen Leistungserstellung und in der Dienstleistungsökonomie werden nicht zuletzt auch veränderte Anforderungen an die Qualifikation der Erwerbstätigen stellen. In welche Richtung der Strukturwandel die Erwerbstätigkeit in Zukunft beeinflusst, ist derzeit Gegenstand einer zum Teil auch kontroversen wissenschaftlichen Diskussion. Die Einschätzungen hierzu bewegen sich zwischen den Fragen „Geht uns allen die Arbeit aus?“ und „Werden gegenwärtig relevante Tätigkeiten lediglich durch andere Aufgabenprofile der Erwerbstätigen abgelöst?“ (Arbeitsmarkt im Wandel, Juin 2018).

Eine viel beachtete Studie von Frey/Osborne 2013 an der Universität Oxford über die Zukunft der Arbeit kommt für die Vereinigten Staaten zu dem Schluss, dass in den kommenden Jahrzehnten fast jeder zweite Beruf durch Rationalisierung infrage gestellt werden wird. Nach Frey/Osborne arbeiteten zum Zeitpunkt der Analyse 47 % der Beschäftigten in den Vereinigten Staaten in Berufen mit einer hohen zukünftigen Automatisierungswahrscheinlichkeit. Im inhaltlichen Fokus der Studie stand die Substitution von Berufen mit einem hohen Anteil von Routinetätigkeiten durch Algorithmen. Unter Einbezug von Expertenwissen wurden Automatisierungswahrscheinlichkeiten festgelegt und Schlussfolgerungen im Hinblick darauf gezogen, welche Berufe mit hoher Automatisierungswahrscheinlichkeit in Zukunft nicht mehr am Arbeitsmarkt nachgefragt sein könnten. Jedoch wurde dieser Ansatz auch kritisiert, da er nicht zwischen verschiedenen Tätigkeiten innerhalb von Berufen differenziert und gesamtwirtschaftliche Wechselwirkungen im Wirtschaftskreislauf außer Acht lässt (Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit, April 2018).

Durch digitale Technologien können zunehmend sogenannte Routinetätigkeiten erbracht werden, da sich diese leicht kodifizieren und in Form von Routinen durch Computer automatisieren lassen. Solche Tätigkeiten werden häufig von mittleren Einkommensgruppen ausgeübt, wie beispielsweise von Buchhaltern, Sachbearbeitern, oder repetitiven Produktionsarbeitern. Nichtroutinetätigkeiten lassen sich dagegen bisher nicht durch Computer erbringen. Diese sind sowohl in hohen, als auch in niedrigen Einkommensgruppen anzutreffen und umfassen einerseits manuelle Tätigkeiten, welche komplexes, situationsangepasstes Verhalten voraussetzen (z.B. Frisöre, LKW-Fahrer o-der Kellner). Andererseits betrifft es kognitive Tätigkeiten, welche Flexibilität, Kreativität oder Problemlösungskompetenz erfordern (z.B. Manager, Ärzte, Ju-risten). Dies führt zu einem Tätigkeitswandel, bei dem die Nachfrage nach menschlicher Arbeit in Routinetätigkeiten relativ zu menschlicher Arbeit in Nichtroutinetätigkeiten zurückgeht.

Strukturwandel durch Digitalisierung

Die gegenwärtigen Digitalisierungstrends werden mit Begriffen wie „Industrie 4.0“, „Wirtschaft 4.0“ oder „Arbeit 4.0“ bezeichnet und wirken sich auf Organisationsformen in den Unternehmen und Koordinationsmechanismen zwischen den Unternehmen aus. Merkmal des digitalen Strukturwandels ist die umfassende informationstechnische Vernetzung von Produktion, Wertschöpfungsketten und Produktabsatzmechanismen. Grundlage und Antreiber dieser Entwicklung ist der technologische Fortschritt. Die Rechner sind immer schneller und leistungsfähiger geworden, immer mehr Daten können gespeichert und für neue Geschäftsmodelle genutzt werden.

Von der Industrie 1.0 zur Industrie 4.0

Die Arbeit 4.0. nimmt Bezug auf die Industriegeschichte und die ersten drei Revolutionen, die die Arbeitswelt und die Gesellschaft nachhaltig verändert haben.

Industrie 1.0

Mit der Dampfmaschine startet Ende des 18. Jahrhunderts die erste industrielle Revolution. Sie geht von Großbritannien aus und erfasst später ganz Europa. Maschinen ersetzen zunehmend die menschliche Arbeit; die durch Kolben erzeugte mechanische Energie wird zum Antrieb für Lokomotiven und die beginnende Textilindustrie. Da für die Verbrennung viel Kohle benötigt wird, wird auch der Bergbau immer wichtiger. >Industrie 2.0

Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt mithilfe elektrischer Energie die arbeitsteilige Massenproduktion. 1913 startet Henry Ford mit der Fließbandfertigung von Automobilen und der Unterteilung der Produktion in einzelne, spezialisierte Arbeitsschritte. Zu Beginn wird noch von Hand montiert, später werden aus Kostengründen immer mehr Prozesse automatisiert.

Industrie 3.0

Ende der 1970er Jahre revolutioniert der Computer die Arbeitswelt. Erfunden hatte ihn Konrad Zuse schon 1938, doch zunächst war er als teures Spielzeug verlacht worden. Jetzt beginnt der Siegeszug der Elektronischen Datenverarbeitung, kurz EDV. Banken und Versicherungen setzen Textverarbeitungssysteme ein und nutzen Computer für Berechnungen, in die Werkshallen ziehen computergestützte Roboter ein. Schwierige und gefährliche Arbeiten wie Stanzen oder Schweißen werden seitdem von Automaten erledigt, mit einer für Menschen unmöglichen Präzision.

Industrie 4.0

Kernelement der vierten, zurzeit laufenden industriellen Revolution ist eine Verknüpfung von Produkten und Prozessen über das Internet. Anders als früher werden jetzt nicht mehr nur Systeme innerhalb einer Produktionsstätte miteinander vernetzt, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Vergleichbar mit sozialen Netzwerken tauschen intelligente Maschinen und Fertigungsteile untereinander und mit Menschen Informationen aus, um sich selbstständig zu organisieren und Abläufe und Termine zu koordinieren.(Geschichte der Arbeit 4.0, November 2018)

Jobentwicklung

In Deutschland geht man zwar grundsätzlich nicht davon aus, dass die Technik ganze Berufe ersetzen wird, aber eine Berufsgruppe, in der schon heute mehr als 70 Prozent aller Tätigkeiten von Computern übernommen werden kann, muss sich in Zukunft warm anziehen. Das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial ist im Berufssegment "Fertigungsberufe" mit mehr als 70 Prozent am höchsten. Im Segment "Fertigungstechnische Berufe" lassen sich fast 65 Prozent der Tätigkeiten automatisieren. In allen anderen Berufssegmenten liegt das gewichtete, durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial unter 50 Prozent.

Diese Berufe lassen sich am einfachsten durch Computer ersetzen

Berufe in der Körperpflege

Berufe in der Körperpflege sind so gut wie gar nicht durch Maschinen oder Computer zu ersetzen. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei gerade einmal 2,3 Prozent, da es sich um eine schwer substituierbare Routine-Tätigkeit handelt. (Forschungsbericht, November 2013)

Chemie-, Kunststoffberufe

Auch in der Chemie gilt: Zusammensetzung und Dosierungen kann ein Computer berechnen, nur die Hilfsarbeiten nicht. Das Substituierungspotenzial liegt bei 89,8 Prozent.

Designer*Innen, Fotograf*Innen, Reklamehersteller*Innen

Das Substituierbarkeitspotenzial bei Designer*Innen, Fotograf*Innen und Reklamehersteller*Innen ist mit 27,6 Prozent verhältnismäßig gering.

Elektroberufe

Elektroberufe lassen sich im Durchschnitt zu 75,6 Prozent von Computern erledigen. Dabei sind Kraftwerker*Innen mit 71,9 Prozent verhältnismäßig besser substituierbar als Ingenieur*Innen in der Fernsehtechnik (60,6 Prozent).

Fahr-, Flugzeugbau, Wartungsberufe

Berufe im Bereich Fahrzeug- und Flugzeugbau, sowie Wartungsberufe können zu 67,4 Prozent von Maschinen übernommen werden.

Finanz-, Rechnungswesen, Buchhaltung

Das Berufssegment der „Unternehmensbezogene Dienstleistungsberufe“ ist mit 69,9 Prozent durch ein besonders hohes Substituierbarkeitspotenzial gekennzeichnet. Viele Dienstleistungen für Unternehmen, wie Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Dienstleistungen im Rechnungswesen oder im Controlling, könnten heute bereits heute von Computern erledigt werden.

Gesundheitsberufe mit Approbation

Bei den Gesundheitsberufe mit Approbation liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 5,7 Prozent.

Gesundheitsberufe ohne Approbation

Gesundheitsberufe ohne Approbation befinden sich auf der Schwelle zu einem mittleren Substituierbarkeitspotenzial: Mit einem Wert von 29,9 Prozent sind sie gerade noch geringfügig ersetzbar.

Hotel-, Gaststättenberufe, Hauswirtschaft

In der Gastronomiebranche ist das Substituierbarkeitspotenzial gering, es liegt gerade einmal bei 18,2 Prozent. Besonders schwer zu ersetzen sind Helfer*Innen im Veranstaltungsservice (17,5 Prozent). Verhältnismäßig leichter substituierbar sind Betriebswirt*Innen, die für das Catering beziehungsweise die Systemverpflegung zuständig sind (27 Prozent). Tätigkeiten wie zum Beispiel die Kalkulation und Planung, die in den Aufgabenbereich dieser Fachkräfte fallen, könnten in Zukunft durchaus durch Computer ersetzt werden. Dass ein "menschlicher Servierer" durch einen Roboter ersetzt wird, ist dagegen eher unwahrscheinlich, genauso wie Hotelsekretär*Innen.

Industrie-, Werkzeugmechaniker/innen

Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 74,3 Prozent.

IT- und naturwissenschaftliche Berufe

Abgesehen von den Experten haben gerade die IT- und naturwissenschaftlichen Berufe ein hohes Substituierbarkeitspotenzial, weil viele Tätigkeiten zu Routinetätigkeiten gemacht werden. So schreiben heute bereits viele IT-Fachkräfte Computerprogramme, die Routinen programmieren und sie damit von einfachen Programmieraufgaben entlasten. Vor diesem Hintergrund ist das hohe Substituierbarkeitspotenzial von mehr als 65 Prozent für Fachkräfte in diesem Berufssegment wenig verwunderlich.

Die Jobbilanz der Digitalisierung ist trotzdem positiv, die Investitionen setzen zugleich aber weitere Prozesse in Gang, und diese wirkten wiederum positiv auf die Zahl der Beschäftigten:

Der Einsatz von Hightech hat viele Unternehmen wettbewerbsfähiger gemacht. Sie produzieren deshalb zu günstigeren Preisen größere Mengen - und haben aus diesem Grund mitunter an anderen Positionen mehr Leute angestellt.

Hinzu kommt, was die Forscher "Multiplikator-Effekt" nennen: Die produktiveren Firmen generieren "neues Einkommen in Form von Löhnen, Gewinnen und Kapitaleinkommen", heißt es in der Studie. Mitarbeiter*Innen und Anteilseigner*Innen der Firmen haben mehr Geld in der Tasche. Sie geben es aus - und das schafft Jobs an anderen Stellen der Wirtschaft.